Schon seit längerem hadere ich damit, ob ich hier eine Empfehlung für die noa bank aussprechen soll, die mit 2,2% Zinsen und monatlicher Zinsgutschrift aufs Tagesgeld den reinen Fakten nach eigentlich auf die Spitzenposition meines Tagesgeldvergleichs gehört. Bislang empfehle ich sie allerdings nur in meinem Vergleich für Spezialisten, die bereit sind, Haken in Kauf zu nehmen und das wird bis auf weiteres auch so bleiben.
Doch warum? Zum einen ganz profan deswegen, weil die noa bank erst seit Ende 2009 existiert, sodass sich keinerlei verlässliche Aussagen über sie treffen lassen. Es fehlen schlicht die Erfahrungen. Insbesondere nicht zur Zinsstabilität und zur Seriösität. Auch wenn sie sich lobenswerterweise eine für Banken ungewohnte Transparenz auf die Fahnen geschrieben hat, die sie vor allem in ihrem Blog auch zu leben versucht.
Das Konzept noa bank klingt meines Erachtens überaus interessant: Bei der Eröffnung des Tagesgeldkontos kann man ein Themenausfeld auswählen, im Rahmen dessen die noa bank das angelegte Geld dann an Kreditnehmer aus ebendiesem ausgewählten Bereich bereitstellt. Einer dieser Themenbereiche ist „Planet“, also Umwelt.
Allesamt haben die Bereiche einen „moralischen“ Anstrich. Auf Spekulationsgeschäfte verspricht die noabank komplett zu verzichten. Angesichts dieses engen Korsetts, das sich die noa bank selbst verpasst hat, erscheint es besonders schwierig, die versprochenen Zinsen auch tatsächlich erwirtschaften zu können. Bislang konnte die noa bank auch erst einen Bruchteil des von Tagesgeldkunden angelegten Geldes auch tatsächlich in die vereinbarten Themenbereiche investieren. Für das Themenfeld „Planet“ nimmt die noa bank aus diesem Grund inzwischen aktuell auch keine neuen Kontoeröffnungen mehr an, da die Differenz zwischen aquiriertem und an Kreditnehmer vergebenem Geld in diesem Bereich offenbar besonders groß ist. Ist das Tagesgeld der noa bank sicher und empfehlenswert? weiterlesen
