Archiv der Kategorie: Zinsänderungen

Gegen den Trend: IKB direkt senkt Tagesgeld-Zinsen

Tagesgeld und Festgeld auf gutem NiveauSchon seit Mitte Juli gab es in Sachen Tagesgeld nichts neues mehr von der IKB direkt zu vermelden. Und das, obwohl seitdem einige Konkurrenten ihre Zinssätze fürs Tagesgeld teils deutlich anhoben.

Doch wer nun davon ausging, dass die nächste Nachricht von der IKB direkt ebenfalls eine Zinserhöhung zum Inhalt haben würde, der sieht sich nun enttäuscht. Denn stattdessen gibt es eine Zinssenkung zu vermelden: Ab sofort werden statt soliden 2,3 Prozent künftig nur noch 2,1 Prozent gezahlt. Dass weiterhin auch noch eine Mindestanlage von 5.000 Euro gefordert wird, macht das ganze nicht unbedingt attraktiver…

Nichts so richtig schwach, aber auch nicht so richtig gut

Ein richtig schwacher Wert sind die 2,1% natürlich nicht. Damit lässt die IKB direkt im Vergleich weiterhin sehr viele Banken hinter sich. Allerdings gehört sie mit 2,1 Prozent auch längst nicht zu den Top-Anbietern. Denn die Konkurrenz bietet derzeit bis zu 2,7 Prozent aufs Tagesgeld – und das sogar bei quartalsweiser Zinszahlung. Um die entsprechende Bank beim Namen zu nennen: moneYou.

Und auch bei der gleichermaßen renommierten wie beliebten Bank of Scotland bekommt man deutlich mehr geboten: 2,6 Prozent. Für Neukunden winkt hier sogar zusätzlich noch eine 20€-Prämie. Gegen den Trend: IKB direkt senkt Tagesgeld-Zinsen weiterlesen

Kurz gemeldet: Wüstenrot erhöht, VW Bank verlängert

Hier mal wieder zwei kleine Kurzmeldungen von mir, für die ein eigener Artikel meines Erachtens etwas „zu viel“ wäre, die aber dennoch eine kurze Erwähnung verdienen.

Wüstenrot erhöht Neukunden-Zins

Los geht’s mit dem Neukunden-Angebot von Wüstenrot. Bislang wurden Tagesgeld-Neukunden hier mit 2,33 Prozent gelockt. Der Zinssatz wurde nun auf 2,55 Prozent angehoben. Gültig ist das ganze dann für sechs Monate und auch nur auf Beträge bis maximal 10.000 Euro.

Das ist weiterhin nicht sonderlich attraktiv, denn andere Banken (wie zum Beispiel moneYou mit 2,7 Prozent) bieten selbst für Bestandskunden einen höheren Zinssatz.

Volkswagenbank verlängert Neukunden-Zinsgarantie

Die Volkswagenbank belässt ihren Neukunden-Zinssatz unverändert bei 2,50 Prozent (und der Bestandskundenzinssatz bleibt bei schwachen 1,75%). Auch der Maximalbetrag für den diese Konditionen gelten, bleibt unverändert bei großzügigen 50.000 Euro. Und auch die Zinsgutschrift erfolgt erfreulicherweise weiterhin monatlich, sodass es zu einem Zinseszins-Effekt kommt.

Verändert wurde allerdings der Zeitraum, für den der beworbene Zinssatz gilt: Statt wie bislang bis zum 15. Januar 2012 gilt er für Kontoeröffnungen, die ab jetzt stattfinden, bis zum 01. April 2012.

Fazit: Nur mäßig interessant

Beide Angebote finde ich persönlich nach wie vor eher mäßig empfehlenswert, daher nur die kurze Abhandlung. Zwar sind die Zinssätze in beiden Fällen ordentlich, es ist jedoch schlicht so, dass andere Banken auch ohne die Einschränkung auf Neukunden ähnlich beziehungsweise mitunter sogar besser Zinsen zahlen.

VTB Direkt lockt Tagesgeldkunden mit flexiblem Duo-Festgeld

Tagesgeld & flexibles FestgeldEine echte Innovation bietet ab sofort die VTB Direktbank mit einem flexiblem Festgeldkonto namens „VTB Direktbank DUO„. Es soll die Vorteile von Festgeld (=hohe Zinsen) mit denen eines Tagesgeldkontos (=kurzfristige Verfügbarkeit) vereinen.

Und wie genau soll das nun in der Praxis funktionieren? Ganz einfach: Ihr legt einen beliebigen Betrag von mindestens 500 Euro an und erhaltet dafür je nach Laufzeit Zinsen, die denen eines „klassischen“ Festgeldkontos kaum nachstehen. Die „tagesgeldähnliche“ Flexibilität äußert sich dann darin, dass ihr über bis zu 20 Prozent der Anlagesumme jederzeit verfügen könnt, ohne dass sich dies negativ auf den Zinssatz auswirken würde.

Keine Werbelüge: Tatsächlich Zinsen auf Festgeldniveau

Wenn ihr also beispielsweise 10.000 Euro anlegt, könnt ihr über 2.000 Euro davon jederzeit verfügen. Bei 20.000 Euro wären es 4.000 Euro und so weiter. Und die Zinsätze können sich tatsächlich mehr als sehen lassen, wie ich finde. Es ist also kein reines „Werbegewäsch“, sondern man erhält hier tatsächlich Zinsen auf Festgeldniveau. Im Einzelnen sieht dies wie folgt aus:

12 Monate – 2,9 Prozent

24 Monate – 3,0 Prozent

36 Monate – 3,8 Prozent

Ich denke, man sieht sofort, was sich ganz besonders lohnt: Die 36-monatige Anlage. Die Laufzeiten von 1 oder 2 Jahren bieten nur einen vergleichsweise kleinen Vorteil gegenüber Tagesgeld, während der Zinssatz für drei Jahre extrem verlockend ist. In diese Richtung geht auch ganz klar meine Empfehlung.

Wenn euch dieses Angebot interessiert, so gelangt ihr hier zur Homepage der VTB Direkt. Wichtig zu erwähnen ist aber vorab noch, dass ihr dort nicht direkt das DUO-Konto eröffnen könnt, sondern zunächst ein Tagesgeldkonto eröffnet. Innerhalb des Tagesgeldkontos könnt ihr dann ganz unkompliziert das flexible VTB-Duo eröffnen. Das alles ist natürlich komplett kostenlos. VTB Direkt lockt Tagesgeldkunden mit flexiblem Duo-Festgeld weiterlesen

BMW Bank wirbt mit 2,7 % – allerdings mit großem Haken (Update)

Derzeit kommt wieder neue Bewegung in den Markt der Guthaben-Zinsen: Mit der BMW Bank setzt sich nun eine Bank mit an die Spitze der Vergleiche, um die es in der letzten Zeit ziemlich ruhig geworden war. Ab sofort werden dort hervorragende 2,7 Prozent auf Sparguthaben gezahlt (bislang lag der Zinssatz bei 2,2 Prozent). Allerdings handelt es sich nicht um ein Tagesgeldkonto, doch dazu weiter unten mehr.

Das Beste ist: Der Zinssatz gilt nicht nur für Neu-, sondern auch für Bestandskunden. Derzeit zahlt keine andere mir bekannte Bank für kurze Anlagezeiträume höhere Zinsen an ihre Bestandskunden. Lediglich für Neukunden gibt es derzeit noch etwas mehr zu holen; und zwar 2,75 Prozent bei der DAB Bank.

Achtung: Guthaben nur mit Einschränkungen verfügbar

Allerdings handelt es sich beim Angebot der BMW Bank – wie eingangs bereits angedeutet – ausdrücklich nicht um ein „echtes“ Tagesgeldkonto. Die Bank selbst nennt es vielsagend „Online-Sparkonto“.

In mindestens einem wichtigen Punkt entscheidet es sich auch vom klassischen Tagesgeldkonto: Man kann monatlich über maximal 2.000 Euro verfügen. Wenn man also beispielsweise 10.000 Euro anlegt und diese (z.B. wegen geänderter Zinssätze) wieder abziehen möchte, so braucht man dafür mindestens 5 Monate. Das ist schon eine erhebliche Einschränkung.

Über mehr Geld als monatlich 2.000 Euro kann man nur dann verfügen, wenn man das Konto kündigt. Hierbei muss man allerdings eine dreimonatige Kündigungsfrist beachten. Das ist schon ziemlich blöd, wie ich finde; daher kommt dieses Konto für mich persönlich überhaupt nicht in Frage. BMW Bank wirbt mit 2,7 % – allerdings mit großem Haken (Update) weiterlesen

Hanseatic Bank bietet Neukunden 2,5% aufs Tagesgeld

Hanseatic Bank mit interessantem Tagesgeld-AktionsangebotVor rund einem Jahr machte die Hanseatic Bank schon einmal mit einem akzeptablen Neukunden-Angebot auf sich aufmerksam. Damals bot sie glatte 2,0 Prozent, was für die damalige Zeit ein „normaler Kurs“ war. Vom aktuellen Angebot, kann man das gleiche sagen: Geboten werden für Neukunden nun 2,5 Prozent.

Für die Tagesgeld-Spitze reicht es nicht

Mehr als „solide“ ist das jedoch nicht. Denn andere Banken (so zum Beispiel die Bank of Scotland) bieten mit 2,6 Prozent noch etwas mehr und das ohne die Beschränkung auf Neukunden – dort gilt der Zinssatz auch für Bestandskunden.

Vergleicht man das Angebot der Hanseatic Bank mit dem Neukunden-Angebot der DAB Bank, so ist der Unterschied noch etwas größer: Die DAB Bank bietet Neukunden nämlich sogar 2,75 Prozent, also 0,25 Prozentpunkte mehr.

Für hohe Einlagen ein interessantes Angebot

Das Angebot der Hanseatic Bank hat meines Erachtens aber dennoch durchaus seine Daseinsberechtigung. Ein ganz großer Vorteil ist die Tatsache, dass der Zinssatz auf Einlagen von bis zu 250.000 Euro gezahlt wird. Bei vielen anderen Banken (vor allem im Rahmen von Neukunden-Aktionen) gibt es einen Maximalbetrag oder aber die Einlagensicherung liegt darunter (oftmals bei 100.000 Euro). So jedoch nicht hier: Die Einlagensicherung liegt bei 33 Millionen Euro je Privatkunde. Somit scheint dieses Angebot vor allem für „Großanleger“ interessant zu sein (was die meisten unter uns jedoch wahrscheinlich nicht sein dürften). Hanseatic Bank bietet Neukunden 2,5% aufs Tagesgeld weiterlesen

NIBC Direct setzt sich an die Bestandskunden-Spitze

TagesgeldWenn es um den besten Zinssatz für Tagesgeld-Bestandskunden geht, hat nun wieder eine andere Bank die Nase vorn; und zwar die NIBC Direct. Diese erhöhte ihren Zinssatz mit sofortiger Wirkung von bislang 2,5 auf nun 2,7 Prozent. Und das erfreulicherweise nicht nur für Neukunden, sondern für jeden. Dies ist ja leider nicht die Regel, denn oftmals gelten die besten Konditionen nur für Neukunden während Bestandskunden außen vor sind.

Auch sonst praktisch keine Einschränkungen

Einschränkungen sind nach wie vor kaum zu beachten. Vor allem ist dabei nichts „ungewöhnliches“. Wichtig ist meines Erachtens lediglich der Hinweis darauf, nicht mehr als 100.000 Euro anzulegen, denn „nur“ bis zu diesem Betrag sind eure Einlagen im unwahrscheinlichen Falle einer Bankenpleite staatlich abgesichert (über die Niederlande, denn dort hat die Bank ihren Hauptsitz). Aber über diesen Schwellenwert dürften aber ohnehin nur die wenigsten von uns kommen.

Für den Zinssatz gibt es keinerlei Einschränkungen. Er wird ab dem ersten Euro gezahlt und auch einen Maximalbetrag gibt es nicht. Und natürlich ist euer Guthaben täglich verfügbar und die (Online-)Kontoführung ist kostenlos. Die Zinsgutschrift erfolgt einmal jährlich jeweils am 30. Dezember. Wenn dieses in meinen Augen sehr gute Angebot für euch interessant ist, so gelangt ihr hier zur Seite der NIBC direkt. NIBC Direct setzt sich an die Bestandskunden-Spitze weiterlesen

Advanzia erhöht Standardzins auf effektiv 2,65 Prozent

Vor rund einem Jahr habe ich ja schon einmal über das Tagesgeld-Angebot der Advanzia berichtet, wo ich zu einem ziemlich kritischen Gesamtfazit kam, was auch die meisten Kommentatoren hier im Blog so sahen. An vielen der bemängelten Punkte hat sich auch bis heute nichts geändert.

In einem wichtigen Punkt wurde beim „Advanziakonto“ nun aber eine deutliche Verbesserung vorgenommen – nämlich beim Standardzins. Dieser liegt nun bei knapp über 2,6 Prozent.

Dadurch, dass das Guthaben monatlich verzinst wird, beträgt der effektive Jahreszinssatz sogar 2,65 Prozent, was absolute Klasse ist.

Neukunden-Konditionen greifen nur für kurze Zeit

Außerdem werden Neukunden zusätzlich noch mit mit einem effektiven Jahreszinssatz in Höhe von glatten 3 Prozent gelockt. Das klingt zunächst absolut genial – bis man dann mal einen Blick auf die Gültigkeit dieses Zinssatzes wirft. Dann macht sich etwas Ernüchterung breit, denn garantiert wird der Zinssatz nur bis zum 28.11.2011. Das ist eine vergleichsweise kurze Zinsgarantie. Aber da auch der reguläre Zinssatz derzeit ziemlich hoch ist, will ich das nicht großartig kritisieren.

Einige alte Kritikpunkte bleiben

Wie eingangs bereits angedeutet, gibt es aber auch einige Kritikpunkte. Zunächst möchte ich dabei nennen, dass ich es nicht so glücklich finde, dass die Bank immer mit den effektiven Jahreszinssätzen wirbt, der durch die monatliche Zinszahlung erreicht wird (Stichwort: Zinseszins-Effekt). Andere Banken geben meist den nominalen Zinssatz an. Somit ist ein Vergleich etwas schwieriger möglich.

Der zweite Negativpunkt ist, dass bei einem Guthaben von unter 5.000 € keinerlei Zinsen gezahlt werden. Es ist also eine Mindesteinlage von 5.000 Euro nötig, wenn ich das richtig sehe. Etwas verwirrend finde ich in diesem Zusammenhang, dass die Bank im „Preisverzeichnis“ wortwörtlich schreibt „Effektiver Jahreszinssatz (ab dem ersten €)“, was ja nahelegt, dass es eine solche Hürde nicht geben würde. Tatsächlich ist es aber – wie gesagt – so, dass die Zinsen nur dann vom ersten Euro an gezahlt werden, wenn man mindestens 5.000 Euro auf dem Konto liegen hat. Solche „Unklarheiten“ lassen mich irgendwie immer skeptisch werden. Oder verstehe ich das nur falsch? Advanzia erhöht Standardzins auf effektiv 2,65 Prozent weiterlesen