IKB Direkt senkt Tagesgeldzins – einige andere auch

Tagesgeld und Festgeld auf gutem NiveauTrotz der jüngsten Leitzinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB), blieben die meisten Tagesgeld-Anbieter bislang überraschend ruhig. Teilweise stiegen die Zinsen sogar noch leicht. Nun plant mit der IKB Direkt jedoch ein Institut eine Zinssenkung, das für einige Zeit mit zu den erweiterten Topanbietern zählte. Auch wenn dies nun schon einige Monate vorbei ist, finde ich dies aufgrund dieses Umstandes dennoch besonders erwähnenswert.

Mit Wirkung zum kommenden Montag, dem 23. Januar 2012, wird der Zinssatz bei der IKB Direkt dann von bislang 2,15 auf fortan nur noch 1,8 Prozent sinken. Dies ist zwar noch immer deutlich über dem Leitzins, aber mit den Topanbietern kann die IKB Direkt somit aber noch weniger mithalten.

Gleichzeitig wird die Bank auch ihre Festgeldkonditionen, für die sie vor einiger Zeit noch von der Zeitschrift FinanzTest ausgezeichnet wurde, für jede Laufzeit senken. Hier sollte man also vor dem 22.01.12 unbedingt noch zuschlagen, um sich die Zinsen für einen längeren Zeitraum zu sichern, denn diese sind noch bei vielen Laufzeiten sehr gut.

Auch Postbank und S-Broker gehen runter

Außerdem senken noch weitere Anbieter ihre Tagesgeldzinssätze, die aber zuletzt ebenfalls nicht zu den Top-Anbietern zählten: Bei der Postbank zum Beispiel sank der Spitzenzins von 1,5 auf nunmehr 1,25 Prozent. So richtig empfehlenswert für Zinsjäger war das Angebot aber ohnehin nicht, da die Konditionen schwach waren und ohnehin nur galten, wenn man ein Girokonto bei der Postbank hatte, das nicht uneingeschränkt kostenlos ist. Insofern ist diese Herabsenkung in meinen Augen „verkraftbar“.

Ähnliches gilt für das Online-Angebot der Sparkassen, genannt S-Broker. Hier sanken die Tagesgeldzinsen von 1,8 auf 1,5 Prozent. Das ist zwar immer noch deutlich mehr als die örtliche Sparkassen in der Regel auf täglich verfügbare Anlagen zahlen, im Vergleich mit diversen Direktbanken konnten aber weder die alten noch die neuen Konditionen begeistern.

Top-Anbieter belassen Zinssätze unverändert

Weiterhin vorne liegt in meinem Ranking derzeit die niederländische NIBC Direct (2,85%) vor der ebenfalls niederlänischen moneYou (2,75% bei quartalsweiser Zinszahlung) sowie der VTB Direkt (2,7% + quartalsweise Zinszahlung + 40 Euro Prämie für Neukunden) und der altbekannten und für ihren konstant sehr hohen Zinssatz beliebten Bank of Scotland (2,% + 40 Euro Prämie).

Allerdings sollte man auch diese Anbieter in der nächsten Zeit genau beobachten, da gerade wieder etwas Bewegung in den Markt zu kommen scheint. Bislang ist es aber erfreulicherweise so, dass noch keiner der Topanbieter mit einer Zinssenkung vorpreschte. Drücken wir die Daumen, dass es so bleibt. 🙂

Wer ist langfristig zu empfehlen?

Ich persönlich denke, dass man bei der Bank of Scotland die besten Chancen hat, am längsten um eine Zinssenkung herumzukommen. Denn zumindest die Vergangenheit hat gezeigt, dass die Briten stets zu den Topanbietern gehörten.

Letztendlich lässt sich da eine wirklich seriöse Prognose aber nicht treffen. Denn der große Vorteil beim Tagesgeld kann auch gleichzeitig der größte Nachteil sein: Der Zinssatz ist jederzeit variabel. Wie seht ihr die Lage derzeit insgesamt?

(Wobei übrigens auch die Bank of Scotland (BoS) zuletzt zumindest ihre Festgeldzinsen herabsetzte. Die kürzeste Laufzeit von einem Jahr, die ja in ihrer Natur dem Tagesgeld am nächsten kommt, blieb aber unverändert bei glatten 3 Prozent. Das interpretiere ich einfach mal ganz naiv als positives Signal fürs Tagesgeldkonto der BoS. ;))

7 Gedanken zu „IKB Direkt senkt Tagesgeldzins – einige andere auch

  1. Die Amsterdam Trade Bank bietet auch ein Tagesgeld mit aktuell 2,7% und einer jährlichen Zinszahlung an.
    An die Spitzenreiter der niederländischen Banken NIBC und Moneyou aber unterm Strich sind 2,7% nicht zu verachten – gerade in Bezug auf die gängigen Marktangebote.

  2. Hey,
    vielen Dank für den Tip mit der IKB, woher hast Du diese Info?
    Erfolgsprämienbedingt wollte ich noch den Monat vorbei gehen lassen, jetzt habe ich bereits heute das PostIdent eingereicht… hoffentlich passt das noch mit den 3,1% auf ein Jahr…

  3. Nee, das lässt sich nicht auf einen „Nenner“ bringen, tut mir Leid. Das bewegt sich alles auf derart niedrigem Niveau, dass man da keine Regelmäßigkeit ableiten kann. Bei vielen Banken ist auch gar kein Affiliate-Programm hinterlegt, so zum Beispiel bei der derzeit führenden NIBC Direct.
    Für mich spielt das auch nur eine sekundäre Rolle. Dieser Blog ist mein Hobby, den ich neben meinem Vollzeitjob vor allem abends mit Inhalten fülle, die mich ohnehin interessieren und die ich gerne teilen möchte. Und zwar ohne Einschränkungen. Bei vielen anderen Infoseiten zum Thema Tagesgeld kannst Du über manche Banken rein gar nichts finden (zum Beispiel über die NIBC Direct), weil sie keine Provision zahlen – das ist hier anders. Ich mache da keinen Unterschied; das ist meine Maxime und war auch der Grund für mich, diesen Blog zu beginnen. Mich haben einfach zu viele Seiten mit selektiven Informationen enttäuscht.

  4. Hast Du mal Statistiken, wieviel Kohle Du so pro Monat mit Deinem Affiliate-Programm mit der Bank of Scotland so verdienst?

    Klar, son Blog finanziert sich auch nicht für lau und es seid Dir auch gegönnt, aber wäre sicher mal interessant zu wissen, was da so monatlich bei rum kommt für die Partnerprogramme, bei BoS, DAB & Co.

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