Kurzmeldungen: BoS dünnt Festgeld aus, BMW + Garanti senken

Heute habe ich wieder ein paar kleine Kurzmeldungen für euch. Leider allesamt schlechte Nachrichten. 🙁 Jedoch betrifft es zumindest keine Angebote, die sich ganz oben an der Spitze befinden. Somit sind die schlechten Nachrichten halbwegs verkraftbar, wie ich finde.

Bank of Scotland streicht weitere Laufzeit

Los geht es mit der Bank of Scotland (BoS). Entwarnung vorab: Das Tagesgeldkonto mit einer Rendite von jährlich 2,0 Prozent bleibt vorerst unverändert. Und die Festgeldzinsen auch. Zumindest die Laufzeiten, die es noch gibt.

Denn zuletzt wurden ja bereits die ein- und die zweijährige Laufzeit vorerst eingestampft. Und nun traf es vor einigen Tagen auch noch die dreijährige Laufzeit. Somit werden nun nur noch Festgelder mit vier und fünf Jahren Laufzeit angeboten. Dafür werden 2,2 bzw. 2,4 Prozent geboten.

Verglichen mit anderen Festgeldern ist auch das verbleibende Sortiment leider schwach. Beim Spitzenreiter für kurze Laufzeiten, MoneYou, wird schon für ein sechsmonatiges Festgeld mehr gezahlt als bei der Bank of Scotland für 5 Jahre: nämlich 2,45 Prozent. Für das einjährige Festgeld wird bei MoneYou mit 2,55 Prozent nochmals etwas mehr fällig.

GarantiBank senkt schon wieder Zinssatz

Erst zum 17. August senkte die niederländische GarantiBank ihren Tagesgeldzinssatz minimalst von 2,15 auf 2,1 Prozent. Nun gibt es erneut einen Schritt nach unten; dieses Mal etwas stärker aber immer noch ziemlich human: Mit Wirkung von heute beträgt der Zinssatz nur noch 2,0 Prozent.

Für heutige Zeiten ist das weiterhin ein hervorragender Wert. Andere bieten jedoch noch etwas mehr. Am empfehlenswertesten erscheint mir persönlich derzeit die ebenfalls niederländische MoneYou, die 2,35 Prozent aufs Tagesgeld zahlt und nun schon lange durchgehend zu den Top-Anbietern gehört.

BMW-Bank senkt auf niedrigem Niveau

Von TagesgeldBlog-Leser Peter erhielt ich den Hinweis auf eine Zinssenkung der BMW-Bank, die ich hier „gerne“ unterbringen möchte: Beim Online-Tagesgeld geht es zum Monatsende ganz leicht von 1,35 auf 1,3 Prozent herab. Für echte Tagesgeld-Zinsjäger war das Angebot aber schon vorher nicht so richtig interessant. Wie weiter oben erwähnt gibt es andernorts deutlich mehr. 😉

Und es gibt bei der BMW-Bank noch eine weitere Zinssenkung. Nämlich beim Online-Sparkonto, das bislang mit 2,0 Prozent verzinst wurde. Allerdings muss man hier in Kauf nehmen, dass man monatlich nur über maximal 2.000 Euro verfügen kann oder aber mit dreimonatiger Kündigungsfrist über die gesamte Spareinlage zurück erhält. Hier sinkt der Zinssatz zum 31.08.2012 auf 1,8 Prozent.

Auch dieses Angebot fand ich schon vorher nicht so recht interessant. Schließlich gibt es bei vielen anderen Anbietern schon für Tagesgeld mehr Zinsen – und das ohne dass man erst nach drei Monaten über seine komplette Spareinlage verfügen kann, sondern täglich & komplett. 😉

3 Gedanken zu „Kurzmeldungen: BoS dünnt Festgeld aus, BMW + Garanti senken

  1. Das wird sicher mit ein Grund sein, wobei ich da zwei Möglichkeiten sehe. Entweder die BoS hat generell schon mehr Einlagen als sie benötigt, weil sie gar nicht so viele Kredite vergeben, bzw. sonstwie mit dem Geld arbeiten kann. Oder aber die BoS hätte durchaus Verwendung für noch mehr Geld, kann sich aufgrund des lächerlich niedrigen Leitzinses von 0,75% aber bei der EZB bzw. bei anderen Banken viel günstiger mit Geld eindecken als wenn sie den Privatkunden mehr als 2% Zinsen zahlen muss.

    Außerdem kann die BoS als einer der Platzhirsche natürlich auch mal ihre Grenzen austesten. Man sieht es ja u.a. auch an der ING-DiBa. Deren Zinssatz für die Bestandskunden ist ja momentan fast nichtexistent, die meisten Kunden scheinen sich jedoch kaum daran zu stören, weil sie ihr Geld dennoch auf ihrem Extra-Konto mit niedriger Verzinsung liegen lassen. Ich glaube einfach, dass viele Kunden zu flegmatisch sind, um dem besten Zinssatz hinterherzulaufen. Andere Kunden sind wohl wiederum der Ansicht, dass Ihr Geld bei der DiBa sicherer aufgehoben ist als bei „irgendwelchen neuen, ausländischen Banken“, was natürlich Quatsch ist, zumal die ING-DiBa ja auch nur eine Tochter der niederländischen ING-Gruppe ist und die ausländischen Banken normalerweise auch einen deutschen Firmensitz haben.

    Was meiner Meinung nach dafür spricht, dass die BoS momentan ihre Grenzen austestet und durchaus noch Geld gebrauchen kann, ist die immer noch recht starke Präsenz im Werbefernsehen. Auch momentan, trotz des nicht mehr herausragenden Zinssatzes von 2%, macht die BoS noch kräftig Werbung und erfährt wohl noch regen Zuspruch. Wozu also mehr Zinsen zahlen als nötig, wenn auch bei 2% noch genügend Neukunden dazukommen und die bisherigen Kunden ihr Geld größtenteils auf den Konten liegen lassen? Ich könnte mir vorstellen, dass die BoS den Zinssatz demnächst noch weiter senkt – vielleicht auf 1,7%. Irgendwann kommt dann der Punkt, an dem mehr Kunden empört ihr Geld abziehen als Neukunden hinzukommen, und wahrscheinlich erst dann wird die BoS den Zinssatz wieder anheben oder mit einer 50€ oder 100€ Prämie für Neukunden werben 😉

    So stelle *ich* mir das jedenfalls vor. Aber wer weiß schon, was in den Köpfen unserer Banker vorgeht ? 😛

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