Bank of Scotland meldet sich furios zurück

Es gibt sie doch noch: Die guten Nachrichten in Sachen Tagesgeld. Denn mit der Bank of Scotland meldet sich nun ein alter Top-Akteur auf dem deutschen Tagesgeldmarkt zurück. Vor einiger Zeit war sie mit bis heute 0,1 Prozent quasi in der Versenkung verschwunden. Ab Mitte Dezember 2020 soll es aber wieder bis zu 0,5 Prozent aufs Tagesgeld geben. Das ist ein echter Knaller! Höhere Zinsen zahlt derzeit kein anderer Anbieter mit Kontoführung nach deutschem Recht.

Voraussetzung dafür ist, dass eure Einzahlungen bis zum 14. Dezember 2020 auf eurem alten oder neuen Konto bei der Bank of Scotland eingehen. Vom 15. Dezember 2020 an werden euch dann für drei Monate lang garantiert (also bis zum 15. März 2021) 0,40 Prozent Bonuszinsen auf die zuvor getätigten Einzahlungen gezahlt. Diese Bonuszinsen kommen zum regulären variablen Zinssatz von 0,1 Prozent hinzu, sodass man in der Summe nach aktuellem Stand auf 0,50 Prozent käme.

Angebot gilt für alle Kunden

Das Angebot gilt für Neukunden genauso wie für Bestandskunden. Bei Bestandskunden allerdings nur für neue Einzahlungen seit dem 01. November 2020. Bei Neukunden ist ja naturgemäß jede Einzahlung von ganz alleine „neues Geld“. 😉

Vor dem 15.12.2020 wird auf euer Guthaben bei der Bank of Scotland „nur“ der reguläre Zinssatz von derzeit 0,1 Prozent gezahlt. Falls ihr für euer Geld derzeit höhere Zinsen bekommt, solltet ihr also lieber erst kurz vor Aktionsbeginn zur Bank of Scotland überweisen. 😉

Lieber nicht mit der Kontoeröffnung warten

Neukunden können und sollten aber ruhig jetzt schon einmal zur Tat schreiten und das Konto eröffnen, damit das dann schon einmal erledigt ist. Ich könnte mir vorstellen, dass das aktuelle Angebot viele Interessenten anzieht, sodass es durchaus sein kann, dass die Kontoeröffnung sich etwas verzögert.

Seriöser Anbieter der ersten Stunden

Die alten „Tagesgeld-Hasen“ unter euch werden die Bank of Scotland noch gut kennen. Sie war einer der ersten attraktiven Tagesgeldanbieter auf dem deutschen Markt und war hierzulande sogar auch mit Fernsehwerbung präsent. Ich selbst hatte dort auch ein Konto und kann sagen, dass die Abwicklung absolut unkompliziert und seriös war. Wirklich verschwunden war sie in der Zwischenzeit vom deutschen Markt ja auch nicht. Sie hatte lediglich nicht mehr das Tagesgeldkonto im Fokus ihrer Vermarktungsaktivitäten.

Als Einlagensicherung kommt übrigens die deutsche zum Tragen. Sie sichert je Kunde bis zu maximal 100.000 Euro ab.

Ich bin gespannt, wie es nach den drei Monaten weitergeht. Ich bin guter Hoffnung, dass es das dann nicht mit guten Konditionen gewesen sein wird, sondern die Bank of Scotand hoffentlich alles dafür tun wird, die gerade erst durch diese Aktion mühsam „eingesammelten“ Kundengelder auch weiterhin mit guten Konditionen an sich zu binden. 😉

Leider habe ich mein Tagesgeldkonto dort „damals“ leider geschlossen, da ich mit einem solchen „Comeback“ nicht mehr gerechnet habe. Ich werde mein Glück dort nun erneut versuchen. Ich kriege gerade fast ein bisschen nostalgische Gefühle. 🙂

PS: Vielen lieben Dank für den Hinweis auf dieses neue Angebot an TagesgeldBlog-Leser Basti!

13 Gedanken zu „Bank of Scotland meldet sich furios zurück

  1. Übrigens werden bei Neukunden auch Einzahlungen NACH dem 14.12. mit 0,5 % bis 15.3.21 verzinst. Da ich Zweifel hatte, habe ich es mir telefonisch bestätigen lassen. Bestandskunden mögen bitte selbst nachfragen.

  2. Die Bank gehört jetzt zur Lloyds Bank. Das wird bei Überweisungen etc. auch so angezeigt. Bei jedem Login wird eine mTan verschickt und bei jedem Auftrag/Überweisung eine zusätzliche Info per Mail. Terminüberweisung ist möglich. Die Iban vom Quell-Konto bei Eingängen wird angezeigt. Änderung Referenzkonto und Freistellungsauftrag sind online möglich.

        1. Und Familienstand wird nicht abgefragt …. Muss man nicht verstehen. Andere Banken wollen das jedenfalls wissen. Wird diese Angabe nicht auch für die Steuern benötigt?

  3. Ich denke die 3 Bank of Scotland will hier den Brexit und die eventuellen Unruhen am Finanzmarkt abfedern. Daher die Beschränkung auf 3 Monate mit einem sehr attraktiven Zinssatz. Ob es eine wirkliche Rückkehr auf den deutschen Markt ist bei sich abzeichnenden weiteren Zinssenkungen der EZB sehe ich skeptisch.

    1. Im September hießt du noch Bartlett.
      hxxps://www.tagesgeldblog.com/varengold-bank-bietet-fuer-auserwaehlte-026-prozent/#comment-27899
      Ist der Bart jetzt ab? Unfassbar!
      Alternative oder gar bessere Ideen bleibst du uns weiter schuldig.

      1. Also für drei Monate muss man wegen 0,5 nicht unbedingt springen. Da lege ich das Geld lieber für 1 Jahr mit 0,7 an (Aion Belgien via Zinspilot). Ist auch nicht die Welt, aber aktuell ändern sich die Zinsen eher kaum. Mit weniger Sicherheit bleibt dann nur noch Italien, Bulgarien und Konsorten oder gleich breitstreuende ETFs an der Börse.

  4. Ja, das Festgeld (Danke, Simon, fürs Auffrischen der Erinnerung) mit monatlicher Zinszahlung hatte mir damals sehr gut gefallen.
    Das Online-Banking war eher very old school.
    Credit Europe (hier gar nicht erwähnt zu meiner Überraschung) war damals auch unter den Top 5 oder 10.

    1. Hi Uwe,
      die Suche gibt beim Stichwort „Europe“ einen Artikel vom 17.8.2011 aus, wo Nils über die Zinserhöhung 1,5% zu 2,6% berichtete – damals ganz sicher top-10. Seitdem senkte aber natürlich auch diese Bank ab, aktueller Zinssatz 0,0%.

      1. Hi Simon, du alter Suchfuchs 🙂
        Stimmt … ich hatte nur im Menü Tagesgeld-Anbieter oben gekuckt, da ist sie nicht dabei, aber dafür andere olle Kamellen.

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