Tagesgeld comdirectNahezu unbemerkt hat die comdirect Bank die Konditionen für ihr Tagesgeldkonto „Tagesgeld PLUS“ verbessert. Allerdings gibt es auch einen Grund dafür, dass diese Verbesserung keine besonders hohen Wellen schlug: Die Konditionen sind im Vergleich weiterhin schlichtweg mau.

Seit der Monatsmitte sind nun maximal 2,0 Prozent möglich (bislang 1,75%). Und das auch nur bis zu einem Einlagebetrag von 10.000 Euro (bislang lag die Grenze für den Maximalzins bei 5.000€). Denn bei comdirect hat man es mit einem so genannten „Staffelzins“ (oder auch: Stufenzins) zu tun, der in diesem Fall für höheres Guthaben niedrigere Zinsen vorsieht.

Ab 10.000 Euro Guthaben noch schwächere Zinsen

So werden für Einlagen über 10.000 Euro jährlich nur noch 1,25 Prozent gezahlt und über 50.000 Euro sogar nur noch magere 0,5%. Das dürfte wohl kaum jemanden hinter dem Ofen vorlocken (hinter dem sich angesichts dieses mauen Sommerwetters ja einige befinden dürften ;)). Insbesondere dann nicht, wenn man mehr als 10.000 respektive 50.000 Euro anzulegen hat.

Für wen das Angebot dennoch interessant erscheint, der gelangt hier zur entsprechenden Seite der comdirect. Immerhin gibt es auch noch zwei Faktoren, die man der comdirect positiv anrechnen kann und die ich hier nicht unterschlagen will: Erstens gelten für Neu- und Bestandskunden die gleichen Zinssätze und zum anderen kommt es durch eine quartalsweise Zinsgutschrift zu einem kleinen Zinses-Zins-Effekt.

Andere Anbieter sind deutlich attraktiver

Dennoch kann dies die vergleichsweise schwachen Zinsen nicht kompensieren. Ich habe mein Konto dort schon vor einiger Zeit wieder gekündigt und verspüre keinerlei Verlangen nach einer „Rückkehr“.

Denn andere Anbieter bieten bis zu 2,5 Prozent. Neukunden werden vereinzelt sogar mit bis zu 2,6 Prozent und/oder attraktiven Prämien gelockt.

Für mich persönlich ist die erste Wahl weiterhin ganz klar die Bank of Scotland (2,5% für Neu- und Bestandskunden + 20€ Prämie für Neukunden).