In den letzten Wochen habe ich ja vermehrt immer mal wieder einen Blick auf kurzfristige Festgeldkonten geworfen. Denn diese sind gerade jetzt, wo die Tagesgeldzinsen im Sturzflug sind, für den einen oder anderen Sparer möglicherweise ebenfalls von Interesse, da sie relativ hohe Zinsen garantieren und man dennoch schon nach recht kurzer Zeit wieder an sein Geld kommt. Somit kann man das Zins-Tal ein Stück weit gut überbrücken, falls man sein Geld kurzfristig (zumindest teilweise) nicht benötigt.

Dabei fiel mein Blick auch auf die Bank11, die einige interessante Optionen bot. Doch damit ist es nun größtenteils leider vorbei, denn auch die Autobank gab nun Zinssenkungen bekannt: So werden für die zwölfmonatige Anlage fortan nur noch 2,45 Prozent und für die zweijährige glatte 3,0 Prozent gezahlt.

Im Vergleich fällt die Bank damit deutlich ab. Denn in der Spitze werden schon für zwölf Monate derzeit 3,05 Prozent ausgelobt – also mehr als bei der Bank11 für zwei Jahre.

Auch vorzeitig kündbares Festgeld betroffen

Das so genannte „Sparbriefkonto Flex“ ist ebenfalls von der Zinssenkung betroffen. Dieses Konto war besonders interessant, da es bereits nach gut der Hälfte der Laufzeit gekündigt werden kann. Und zwar ohne, dass sich dies negativ auf den Zinssatz auswirken würde.

Hier werden fortan für zwei Jahre (= nach einem Jahr kündbar) nur noch 2,75 Prozent und für drei Jahre (= nach 1,5 Jahren kündbar) 3,25 Prozent gezahlt. Letzteres bewerte ich weiterhin als attraktiv, die 2,75 Prozent hingegen werden bei MoneYou bereits fürs Tagesgeld gezahlt. Trotz Senkung weiterhin interessant ist für manch einen außerdem vielleicht noch die vierjährige Flex-Laufzeit, wo man also nach gut zwei Jahren an sein Geld käme. Hier werden nun 3,5 Prozent gezahlt. Das ist nach wie vor ein hervorragender Wert.

Tagesgeld-Zinsen sinken nur für Neukunden

Auch das Tagesgeldkonto der Bank11 ist von einer Zinssenkung betroffen: Hier werden nun nur noch glatte 2,0 Prozent gezahlt – allerdings nur für Neukunden. Bestandskunden hingegen erhalten erfreulicherweise weiterhin den bisherigen Zinssatz von 2,45 Prozent.

Bei vielen anderen Banken ist es genau andersherum; da werden Neukunden besser gestellt. Ich finde die umgekehrte Praxis der Bank11 vorbildlich, auch wenn man mit 2,45 Prozent nicht zur Spitze der Vergleiche gehört (dort befindet sich momentan MoneYou mit 2,75% + Zinseszinsen).

Bereits im Herbst letzten Jahres war die Bank schon einmal so verfahren, dass der Zinssatz für Bestandskunden unverändert blieb und Neukunden weniger erhielten (damals 2,2%). Zwischenzeitlich hatte man dies wieder nivelliert.

Zu den Angeboten der Bank11 gelangt ihr hier.