Rabobank startet in Deutschland mit 2,4 Prozent (Update)
Der deutsche Tagesgeldmarkt ist seit dieser Woche um einen weiteren Anbieter reicher: Die niederländische Rabobank. In Deutschland firmiert sie dabei unter der Marke “Rabodirect”. Den meisten dürfte die Bank noch als Teamsponsor bei der Tour de France ein Begriff sein.
Zinssatz, der aufhorchen lässt
Dabei macht die Rabobank von Beginn an mit einem sehr hohen Zinssatz von 2,4 Prozent per anno auf sich aufmerksam (für Einlagen bis maximal 500.000 Euro). Sehr ungewöhnlich ist dabei, dass die Zinsgutschrift monatlich erfolgt. Somit kommt man auf einen effektiven Jahreszins von 2,43 Prozent, das ist mehr als ordentlich. (Update vom 03.01.2013: Inzwischen liegt der Zinssatz nur noch bei glatt 2,0 Prozent)
Ganz für die Spitze reicht es damit allerdings nicht. Dort befindet sich die ebenfalls niederländische Bank MoneYou, die 2,45 Prozent (effektiv 2,47) Prozent bietet. Zudem hat MoneYou den Vorteil, schon länger am deutschen Markt zu sein und hat sich dadurch einen gewissen Vertrauensvorschuss erarbeitet.
Aufhorchen lässt das neue Angebot der Rabobank aber auf jeden Fall, denn mit 2,4 Prozent schiebt sie sich auf Platz 2 der Vergleiche für Bestandskunden.
Und nicht nur der Zinssatz klingt gut. Auch, was sonst so auf der Homepage der Bank steht, lässt positives hoffen:
Sicherheit wird bei Rabobank groß geschrieben
Zum einen bewirbt sie sich selbst damit, eine der sichersten Banken der Welt zu sein. Belegt wird dies mit einem Artikel der Finanzzeitschrift “Global Finance”, nach dem die Rabobank Group für das laufende Jahr auf dem achten Platz der sichersten Banken der Welt landete. Das ist natürlich eine Ansage, wenngleich ich den “Wert” einer solchen Auszeichnung jetzt nicht so richtig einschätzen kann.
Außerdem würde die Kreditwürdigkeit der Rabobank von den internationalen Ratingagenturen durchgehend mit Bestnoten ausgezeichnet. Außerdem gehört sie (gemessen am Kernkapital) zu den 30 größten Banken der Welt und ist genossenschaftlich organisiert. Nach eigenen Angaben ist sie außerdem “Hollands Bank Nr. 1″ (allerdings ist “Holland” genau genommen nur ein Teil der Niederlande). Klingt ja alles ziemlich gut.
“Digipass” für jeden Kunden
Die Einlagensicherung liegt – wie in der EU üblich und gesetzlich vorgeschrieben – bei 100.000 Euro je Kunde. Zudem bietet die Rabobank ein ganz besonderes Sicherheitsmerkmal an: Jeder Tagesgeldkunde erhält einen so genannten “Digipass”. Dabei handelt es sich um ein kleines Gerät in Taschenrechneranmutung.
Wie genau er funktioniert, konnte ich der Homepage jetzt nicht entnehmen. Ich gehe aber davon aus, dass der die für Online-Transaktionen nötigen TANS generiert und anzeigt.
Sicherheit hin oder her: Manch einer wird das als umständlich empfinden. Zumindest geht es mir so. Ein Tagesgeldkonto ist ja auch ohnehin nicht so “sicherheitsanfällig” wie beispielsweise ein Girokonto. Denn schließlich sind Auszahlungen nur auf ein vorher festgelegtes Referenzkonto möglich – nämlich das eigene Girokonto.
Außerdem ist auf der Homepage zu lesen, dass man Wert darauf lege, besonders einfache und faire Produkte anzubieten. Dazu gehört offenbar auch, dass kein Unterschied zwischen Neu- und Bestandskunden gemacht wird, was ich persönlich gut finde.
Interessante Festgeld-Alternativen
Natürlich hat Rabodirect auch Festgelder im Angebot. Die Zinssätze sind hier aber eher weniger interessant. Allerdings lohnt ein Blick auf die Festgeld-Alternativen: RaboSpar30 und RaboSpar90.
Wenn ich das richtig verstehe, ist das mehr ein Tagesgeld- als ein Festgeldkonto. Der einzige Unterschied zum Tagesgeld ist, dass man über sein angelegtes Geld nur mit einem Vorlauf von 30 bzw. 90 Tagen verfügen kann (ganz oder aber auch teilweise). Dafür erhält man gegenüber dem Tagesgeldkonto einen Zinsaufschlag von mindestens 0,1 bzw. 0,2 Prozentpunkten. Derzeit sind es sogar 0,15 (RaboSpar 30) bzw. 0,3 Prozentpunkte (RaboSpar90).
Und falls der Zinssatz mal gesenkt werden sollte, kann man innerhalb von 14 Tagen praktisch sofort an sein Geld. Das Risiko, das man mit dieser Bindung eingeht, ist also sehr überschaubar. Eine Mindestanlage gibt es auch nicht. Wie ich finde, ein sehr interessantes und fast schon innovatives Angebot.
Vom Start weg überzeugendes Angebot
Auch, wenn die Bank am deutschen Markt noch neu ist, so wirkt das ganze für mich auf den ersten Blick ziemlich überzeugend und sollte auf jeden Fall in die engere Wahl kommen. Allerdings gibt es keinen Grund zu wechseln, wenn man ohnehin schon bei den derzeitigen Tagesgeld-Spitzenreitern Kunde ist, denn die Rabobank setzt sich momentan nicht ganz an die Spitze.
Inwiefern dieses Zinsniveau von Dauer ist oder nur für die Markteinführung Bestand hat, werden die nächsten Monate zeigen müssen. Die Bank kündigte jedenfalls an, sich dauerhaft unter den Top-Anbietern platzieren zu wollen und es gibt zunächst keinen Anlass, dem keinen Glauben zu schenken. Zur Kontoeröffnung bei der Bank gelangt ihr übrigens hier.
Ich finde es übrigens ziemlich auffällig, dass regelmäßig niederländische Banken an der Spitze der deutschen Tagesgeldvergleiche auftauchen. Zufall oder hat das einen speziellen Hintergrund? Hat jemand Ideen?
PS: Vielen Dank an den Hinweis auf Rabodirect an Henning!
Dieser Beitrag wurde durch Nils am 22. Juni 2012 um 17:55 Uhr erstellt und ist in Allgemein kategorisiert. Jede Reaktion auf diesen Beitrag kannst du mit RSS 2.0 verfolgen. Du kannst eine Antwort oder einen Trackback von deiner eigenen Seite hinterlassen.
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#3 geschrieben von Spirou vor 12 Monaten
Diese One-Time-Password Generatoren kenne ich auch von unserem Firmennetzwerk. Unsere funktionieren etwas anders – ohne Tastatur und ohne Eingabe einer PIN. Aber vom Grundsatz her passiert das gleiche. Wenn ich mir das Digipass Gerät so anschaue, denke ich, dass es folgendermaßen laufen müsste:
Jedes Gerät besitzt einen geheimen Schlüssel. Jeder Kunde hat also einen anderen. Die Bank kennt allerdings die geheimen Schlüssel sämtlicher Geräte. Im Gerät läuft wahrscheinlich eine Uhr, deren Zeit so gut wie gar nicht von der Uhrzeit des Bankservers abweicht. Jeder Kunde kann außerdem eine PIN vergeben, sozusagen das persönliche Passwort.
Damit ist das System eine zwei-Faktor-Authentifizierung, die sicherer ist als die übliche ein-Faktor-Authentifizierung, die nur aus einem persönlichen Passwort besteht und keine Sicherheit mehr bietet, wenn das Passwort abeghört oder auf andere Weise gestohlen wird. Neben dem Passwort, also der PIN, braucht ein Dieb unbedingt noch den geheimen Schlüssel, also das Gerät an sich.
Wenn der Benutzer sich einloggt oder eine Transaktion in Auftrag gibt, gibt er seine persönliche PIN ins Gerät ein. Aus der Kombination aus PIN, aktueller Uhrzeit und geheimem Schlüssel erzeugt das Gerät dann einen Key, der nur für eine begrenzte Zeit, meist nur eine Minute, gültig ist. Diesen Key gibt der Benutzer dann auf der Webseite ein.
Auf dem Server der Bank passiert zur gleichen Zeit das selbe. Aus der PIN, der aktuellen Uhrzeit und dem gespeicherten Schlüssel des Gerätes des Kunden errechnet der Server den Key und vergleicht ihn mit dem Key, den der Benutzer eingegeben hat. Stimmen die Keys überein, ist sichergestellt, dass der Key gerade erst erstellt wurde, und zwar von jemandem, der das Gerät besitzt und die PIN kennt. Lässt man sich viel Zeit mit dem Eingeben des Keys, kann es sein, dass er schon wieder ungültig ist. Es nutzt also auch niemandem etwas, wenn er den errechneten Key stehlen kann.
Meiner Meinung nach ist das Verfahren noch um einiges sicherer als die mTAN.
Ähnliche Geräte kenne ich übrigens auch von der Sparkasse. Die Funktionsweise ist aber wieder etwas anders. Dort ist es so, dass auf der Webseite der Bank ein Code angezeigt wird, wenn man einen Auftrag erteilt. Dann steckt man seine Sparkassenkarte in das Gerät und hält das Gerät gegen den Bildschirm, auf dem sich schwarz-weiß blinkende Kästschen befinden. Über Sensoren liest das Gerät von diesen blinkenden Kästchen dann einen Code und die Transaktionsdaten ein. Man gibt in das Gerät seine PIN ein und kann auf dem Display dann lesen, welche Summe zu welchem Konto überwiesen werden soll. Den Vorgang bestätigt man, woraufhin man einen Code bekommt, den man wiederum auf der Webseite eingibt. Damit ist die Überweisung dann freigeschaltet.
Wie auch immer es am Ende genau umgesetzt wird – es läuft eigentlich immer darauf hinaus, dass sich im Gerät ein Schlüssel befindet, den nur die Bank kennt, so dass die Bank bei Eingabe eines gültigen Codes sicher sein kann, dass der Code nur von jemandem kommen kann, der sowohl die PIN als auch das Gerät besitzt.
Wie genau es bei der Rabobank umgesetzt ist, kann Henning ja dann mal erzählen, wenn es soweit ist
Grüße,
Spirou
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Wow, danke für Deinen fachkundigen und umfassenden Kommentar. Als ich noch bei der Volksbank war, hatte ich auch ein Gerät, in das ich meine EC-Karte einführte. Allerdings war dies etwas einfacher gestrickt und generierte lediglich TANs ohne dass ich irgendetwas hätte eingeben müssen. Allerdings ist das auch schon mindestens fünf Jahre her…
@der Berliner: Ich habe den Artikel nochmal um die “RaboSpar”-Angebote ergänzt. Diese scheinen mir auch extrem interessant zu sein. Danke für den Hinweis!
@Henning: Danke schon mal, wir warten gespannt1
Ich wusste auch gar nicht, dass Cortal Consors auch so etwas nutzt. Ist das optional oder “Pflicht”?PS: Artikel der Welt zur Rabobank mit ein paar Hintergrundinfos: http://www.welt.de/finanzen/article106640743/Hollaendische-Bank-will-das-Geld-der-deutschen-Sparer.html
Klingt echt alles ziemlich gut, muss ich sagen. -
#7 geschrieben von der Berliner vor 12 Monaten
Ein Hinweis zur Kontoeröffnung: neben dem PostIdent ist auch eine Überweisung auf das neue Konto bei der RaboDirect erforderlich. Hier kann es, da die Bank erst seit letzten Mittwoch am deutschen Markt vertreten ist, zu “Problemen” kommen. Die Bankleitzahl 50210212 ist noch nicht bei allen Anbietern (z.B. bei mir StarMoney) verfügbar. Musste halt den “Umweg” über das “normale” Internetbanking meiner Bank wählen.
Der telefonische Kundenservice von RaboDirect ist, wie ich es heute beurteilen konnte, schnell, freundlich und kompetent.
Auch wenn es sich hier, wie so häufig, um ein “Lockangebot” handelt … gerade bei der monatlichen Zinsgutschrift würde ich, so lange es die 2,4% gibt, diese einfach mitnehmen. -
#8 geschrieben von Anonymous vor 12 Monaten
Bei der niederländischen Bank AKBANK mit deutscher Filiale gibt es 3% für 12 Monate Festgeld mit 100% ESF bis 100TE.
Hat jemand Erfahrungen mit dieser Bank?
Ich glaube nicht, dass die Zinsen für 1jähriges Festgeld über 3% in nächsten 12
Monaten steigen – oder??Details siehe ==> http://festgeld.fmh-rechner.de/rechner/fmh2/bankinfo.aspx?BID=154&PID=137
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#9 geschrieben von Spirou vor 12 Monaten
Ich habe auch noch eine interessante Meldung, die allerdings sehr kurzfristig kommt und wahrscheinlich für viele schon zu spät kommt. Vielleicht kann aber doch noch der eine oder andere zuschlagen.
Die Postbank bietet am 23. und 24.06. – also noch diesen Sonntag – eine Bonuszahlung von 100€ an, wenn man im Rahmen des Happy Hours Angebots ein Postbank Giro Plus Konto eröffnet, das ebenfalls ein Tagesgeldkonto enthält.
Das Tagesgeldkonto entspricht dem üblichen Postbank Angebot, also 2,5% für 6 Monate. Danach gilt der viel niedrigere Bestandskundenzinssatz.
Die Postbank schreibt dazu:
Schließen Sie Postbank Giro plus einfach online innerhalb der Happy Hour täglich von 19:00 bis 21:00 Uhr ab – und Sie erhalten 100 € als Startguthaben!
Ihre Vorteile:
- Für Neukunden: 2,50% p. a. aufs Tagesgeld bei Online-Abschluss!*
- Kostenloses Girokonto plus Kreditkarte*
- 1 Cent pro Liter Tank-Rabatt bei Shell**
- Online- und Telefon-Banking inklusive
- Kostenlos Bargeld an ca. 9.000 Geldautomaten der Cash Group und immer mehr Shell Tankstellen, in über 1.100 Postbank Finanzcentern und vielen Filialen der PostAn der Zahl der Sternchen im Text sieht man aber schon, dass es noch weitere Bedingungen gibt, auf die man achten muss. So muss das Girokonto tatsächlich als Gehaltskonto verwendet werden, mit einem Gehaltseingang von mindestens 1000€ pro Monat.
Bevor ich versuche, mich durch sämtliche Bedingungen und Konditionen durchzuwühlen und hier aufzuschreiben, empfehle ich lieber jedem Interessierten auf diesen Link zu klicken
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Für Leute, die tatsächlich ein neues Girokonto haben möchten um es für ihr Gehalt zu nutzen, ist das auf jeden Fall ein sehr interessantes Angebot. Für reine Tagesgeldanleger m.E. nicht, auch wenn die Prämie von 100 Euro sehr attraktiv ist. Allerdings sollte man auch immer beachten, dass ein Girokonto immer auch schufa-relevant ist.
@Anonymous: Ich muss zugeben, ich höre von dieser Bank zum ersten Mal. Auf der Homepage irritiert mich die Meldung:
Mit Wirkung vom 15 Juni 2012 wurde die Akbank N.V. auf die Akbank AG fusioniert. Im Zusammenhang mit dieser Fusion, hat die Akbank N.V. ihre Geschäftstätigkeiten eingestellt und die Geschäftsräume der Zentrale in Amsterdam geschlossen.
Die Privatkunden der Akbank N.V., Filiale Essen können Ihre Online-Bankgeschäfte ab dem 26.Juni 2012 über die Internetseite der Akbank AG, Frankfurt am Main http://www.akbank.de wie gewohnt abwickeln.Mal sehen, wie die Konditionen am 26. Juni aussehen und ob überhaupt noch neue Kunden aquiriert werden. Wenn sie so bleiben, werde ich dazu auf jeden Fall etwas schreiben.
@derBerliner: Sehr interessante Hintergrundinfos, vielen Dank!
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#11 geschrieben von Siggi vor 12 Monaten
Spirou:
An der Zahl der Sternchen im Text sieht man aber schon, dass es noch weitere Bedingungen gibt, auf die man achten muss. So muss das Girokonto tatsächlich als Gehaltskonto verwendet werden, mit einem Gehaltseingang von mindestens 1000€ pro Monat.
diesen Link zu klickenBei der aktuellen Postbankaktion muss es NICHT als Gehaltskonto geführt werden. Das mit dem kostenfrei ab 1000 € Geldeingang stimmt allerdings, kann aber auch als Eigenüberweisung von anderen Girokonten problemlos abgewickelt werden.
Der Deal wird auf vielen Schnäppchenportalen bereits seit Tagen rauf und runtergepostet.
Bzgl. der Schufa-Anmerkung von Nils: Schufa-Eintrag wird bei einem Girokonto natürlich vorgenommen, aber ich persönlich bin da etwas entspannter bei. Habe in den letzten Jahren diverse Girokonten eröffnet und viele wieder geschlossen für Prämien deals (100 € Sparda, 100 € Diba, 100 Postbank, 250 € Netbank, 1822direkt 112,50 €, HVB 50 €, Comdirect 75 €, Targo 50 €, Volkswagenbank 100 € etc), aber Probleme mit der Schufa habe ich seither nie gehabt. Klar sind die Einträge dort vorhanden und werden bis 12 Monate nach Kontoschließung dort gespeichert, das habe ich durch Schufa-Selbstauskunft mir auch angeschaut. Die kostenlose Selbstauskunft hole ich mir jedes Jahr von Schufa, Infoscore etc. Schufa-Score ist nach wie vor gut und Probleme mit neuen Kreditkarten, Warenhausbestellungen gegen Rechnung oder neuem Handy-Vertrag hatte ich bisher keine.
Ich persönlich denke, diese Konteninfos bei der Schufa werden überbewertet, deutlich dramatischer ist es, wenn dort Einträge zu nicht nachgekommenen Zahlungsverpflichtungen stehen. Da ich aber nicht bei der Schufa arbeite, kann ich das nicht ausreichend beurteilen. Auf die Meinung anderer sich beim Thema Schufa zu verlassen so ein Ding, jeder schreib seine eigenen Märchen. So werden wohl dann auch andere über meinen Beitrag hier denken/urteilen
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#12 geschrieben von Spirou vor 12 Monaten
Hallo Siggi,
ich habe die genauen Bedingungen ja nicht alle erwähnt. Vielleicht war das mit dem Gehaltseingang ein bisschen missverständlich. Dazu steht unter dem Link zur aktuellen Aktion:
“Nur online: 2,50% p. a. aufs Tagesgeldkonto für Beträge bis 10.000,00 Euro – garantiert für 6 Monate ab Kontoeröffnung. Das Angebot gilt für Giro plus Neukunden bei gleichzeitigem Abschluss von Giro plus und Tagesgeld, sofern das Girokonto als Gehaltskonto geführt wird (Einsendung der Arbeitgeberbenachrichtigung erforderlich).”
Kann ja sein, dass das Angebot auf Schnäppchenportalen schon länger veröffentlicht wurde. Ich bin am Samstag nur zufällig darauf gestoßen, und zu diesem Angebot stand hier noch nichts.
Grüße,
Spirou
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#13 geschrieben von Anonymous vor 11 Monaten
@Siggi – Danke für den Hinweis, das die 100,- Euro Prämie ohne Vorgabe eines Gehaltskontos gilt. – Habe gerade das Girokonto Plus online (ohne die Optionen Kreditkarte/Tagesgeldkonto/Gehaltskonto” eröffnet / ist ja heute bei der Postbank den ganzen Tag über “Happy Hours”…
!-Bin neugierig geworden was so eine ein Schäppchenportal an Infos bietet – hast Du hierfür einen Tipp/Link?@Siggi / @Spirou – Die Prämie iH von 100,- Euro soll in der 35 KW gezahlt werden, wann kann das Girokonto frühesten wieder gekündigt werden, ohne eine Rückerstattung der Prämie zu befürchten?
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#14 geschrieben von Spirou vor 11 Monaten
Ich finde die Bedingungen und Konditionen in diesem Fall tatsächlich etwas verwirrend. An einer Stelle ist die Rede von einer Happy Hour Aktion, die den gesamten Samstag und Sonntag über gilt, an anderer Stelle ist von einer Happy Hour Aktion die Rede, die täglich von 19-21 Uhr gültig ist und noch eine Weile fortgesetzt wird. Ohne das alles intensiv durchzulesen, könnte ich jetzt nicht genau sagen, welche Bedingungen nun gültig sind. Deshalb kann ich nur den Tipp geben, alles genau durchzulesen, wenn man sich dafür interessiert.
Auf der Seite zur Sonderaktion steht z.B. folgendes:
Dieses Angebot gilt nur, wenn Ihr Abschluss während der Happy Hour über den auf der Homepage http://www.postbank.de erreichbaren Happy Hour-Produktabschluss erfolgt.
Der Abschluss ist täglich im Zeitraum von 19:00 – 21:00 Uhr möglich. Das Happy Hour-Angebot gilt nur für eine begrenzte Zeit.
Kunden, die im Rahmen der Happy Hour ein Giro plus eröffnen, erhalten in der 35. Kalenderwoche 2012 eine 100-€-Gutschrift auf ihr neues Postbank Girokonto.
@Anonymous: Hast Du denn bei der Eröffnung einen solchen Happy Hour Button oder einen Hinweis darauf gesehen? Es kann natürlich sein, dass die aktuelle Wochenend-Aktion so gedacht ist, dass die Happy Hour die ganzen zwei Tage über gilt.
Eine Klausel zu Kündigungsfristen habe ich bisher nicht entdeckt. Bei Girokonten ist das aber auch nicht üblich. Einer Kündigung nach Erhalt der Prämie sollte eigentlich nichts im Weg stehen. Die Bedingung, dass das Girokonto als Gehaltskonto genutzt werden muss, scheint ja nur wichtig zu sein, wenn man gleichzeitig das Tagesgeldkonto online abschließt und für 6 Monate die 2,5% Zinsen bekommen möchte. Die 1000€ Mindesteingang im Monat sollten aber dennoch nötig sein.
Ich würde also nach der Kontoeröffnung darauf achten, dass ich Am Anfang jedes Monats, inkl. August, mal 1000€ auf das Girokonto überweise. Diesen Betrag kann man ja dann ein paar Tage später wieder zurückholen und im nächsten Monat dann wieder aufs Girokonto überweisen, usw.
Nach dem Erhalt der Prämie sollte es eigentlich problemlos möglich sein, das Konto zu kündigen. Aber ich würde auf jeden Fall noch einen Blick auf die Konditionen und die AGB werfen. Da ich momentan kein neues Girokonto brauche und die User hier im Blog nur schnell über diese Aktion informieren wollte, habe ich mir nicht alles komplett durchgelesen.
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#15 geschrieben von Anonymous vor 11 Monaten
der Berliner:
Interessant hier vielleicht auch RaboSpar30. Eine Art Festgeld mit 2,55% und die Euro müssen lediglich 30 Tage angelegt sein.Ein bitterer Nachgeschmack ist aber, dass bei Rabospar30 und 90 die Zinsen erst am Jahresende ausbezahlt werden.
z.B. Rabo30 von Januar bis Februar, bedeutet das man 10 Monaten warten muss auf die ZINSEN.
Schade, sonst wäre ich dabei. -
#20 geschrieben von Henning vor 11 Monaten
So, hier ein kurzer Bericht:
Am 20.06. abends hab ich das Tagesgeld-Konto bei rabodirect.de online eröffnet. Dann direkt Bestätigungsmail bekommen, in der stand schon die Kontonummer und ein Post-Ident zum Ausdrucken. Eine erste Einzahlung ist auch erforderlich (vorsichtige Naturen überweisen dann erst mal einen kleinen symbolischen Betrag, ich hab gleich die gesamte Anlagesumme überwiesen).
Am 21. also Legitimation per Post-Ident bei der hiesigen Postfiliale durchgeführt. Außerdem Anlagesumme online überwiesen.
Dann passierte erstmal nix. Am 25. vorsichtshalber telefonisch erkundigt, ob das Geld eingegangen ist. Ja, Geld ist da, Digipass und Pin-Code kommen in den nächsten Tagen. Der Digipass kam dann am 28. und der Pin-Code am 30. (also heute).
Mit dem Pin-Code aktiviert man den Digi-Pass und legt dann gleich einen neuen persönlichen Code fest. Dann ab auf die Homepage. Anmeldung mit Benutzernummer (aus dem Begleitschreiben zum Digipass) und Digipass. Umsätze abgefragt und siehe da: die ersten Zinsen sind auch schon da (monatliche Zinszahlung)! Die Anlagesumme wurden am 25. gutgeschrieben (mit Valuta 22.). Die Zinsen für Juni wurden am 29. gutgeschrieben (mit Valuta 01.07.).
Man benötigt zum Einloggen also immer den Digipass. Man gibt seinen persönlichen Pin-Code in den Digipass ein, der generiert eine Nummer, diese wiederum gibt man in die Anmeldemaske der Webside ein.
Der Digipass sieht übrigens exakt so aus wie der TAN-Generator von Cortal Consors (nur andere Farbe), scheint der gleiche Hersteller zu sein. Bei Consors braucht man das Gerät aber nur, wenn man auch Transaktionen durchführen will, einloggen kann man sich über seine PIN. Bei rabodirect ist das anders, auch wenn man nur Umsätze abfragen will, muss man den Digipass parat haben.
Persönlich bevorzuge ich eigentlich das mobile-TAN-System per Handy. Das haben mittlerweile die meisten Anbieter. Wenn ich mir vorstelle, ich hätte für jedes meiner Tagesgeldkonten einen extra Apparat… sehr umständlich. Aber Geschmackssache. Welches System das sicherste ist, kann ich nicht beurteilen.
So, das wars von meiner Seite. Falls noch jemand Fragen hat, immer her damit.
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#21 geschrieben von Henning vor 11 Monaten
Kleiner Hinweis noch auf ein anderes Neukunden-Angebot, das ich sehr gut finde: bei der DAB bekommt man 3,5 % aufs Tagesgeld, für 1 Jahr, bis 100.000 Euro. Voraussetzung ist die Übertragung eines Wertpapierdepots im Wert von mindestens 10.000 Euro und die Auflösung des alten Depots. Während des Anlagezeitraums muss man dann jeweils zum Quartalsende mindestens diese 10.000 Euro im Depot haben, sonst gelten die 3,5 % nicht mehr für das Folgequartal.
Meines Erachtens in der jetzigen Niedrigzins-Zeit eines der besten Angebote überhaupt. Die Sonderverzinsung beginnt allerdings erst im Folgequartal nach Konto-/Depoteröffnung. Das heißt, wenn man im Juli das Konto eröffnet, beginnt die Aktion erst im Oktober. Ich habs vor ca. 2 Monaten eröffnet und dementsprechend jetzt erst die Anlagesumme überwiesen (normaler Tagesgeld-Zins ist bei DAB nur 0,5%). Bekomme also ab dem 01.07. 3,5% aufs Tagesgeld
Vielleicht ist das ja was für den ein oder anderen, der ein Depot hat…
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#22 geschrieben von der Berliner vor 11 Monaten
Cortal Consers bietet ähnliches. Bei Depotübertrag (6000 Euro) und Schließung des alten Depot werden 4,5% Zinsen auf das Tagesgeld gezahlt (bis zu einer Summe von 20000 Euro).
Kleiner Hinweis: bei einem Wechsel sollte man auch die Kosten beachten (z.B. für Lilitsetzung, -Streichung, etc. und die handelbaren Börsenplätze sowie die Kosten pro Trade) beachten.
Heute bei Rabo erstmal Konto aktiviert. Ein wenig umständlich mit dem Digipass ist es schon, aber man kann sich daran gewöhnen.
Hinsichtlich des Zeitraumes der Gutschrift auf dem Rabo Tagesgeldkonto kann ich nicht meckern – von meiner guten alten Sparkasse bis zur Gutschrift bei Rabo … 11 Stunden.
Was das Tagesgeld betrifft habe ich mich nun wie folgt positioniert: Barclays so lange es dort die 2,75% gibt, Rabo mit noch 2,4% und monatlicher Zinsgutschrift, MoneYou mit 2,45% wenn Rabo herabsetzt und zu guter Letzt, wenn alle meinen die Zinsen senken zu müssen Cortal Consor mit 2,4% und 1/4 jährlicher Zinsgutschrift garantiert für 12 Monate. -
#23 geschrieben von Anonymous vor 11 Monaten
Der TAN-Generator ist endlich da. Zunächst Freischaltung und Freistellungsantrag: Da das Gerät sich jedes mal nach max. 30 Sekunden selbst abschaltet, ist die Kontoführung extrem umständlich. Einschalten, PIN eingeben, Taste 1 drücken, eine 6-stellige Nr. von der HP im Gerät eingeben, orange Taste, 8-stellige TAN aus dem Gerät im Browser eintippen. Die Tasten sind klein, ebenso der Bildschirm, Ziffern der Anzeige sind wenig lesefreundlich.
Bislang kein großer Wurf, so lala, Festgeldzinsen sehr mittelmäßig. Die Handhabung des üblichen mTAN-Verfahrens ist meiner Meinung nach viel angenehmer. Zu Überweisungsdauer und Anlegen von Unterkonten kann ich noch nichts sagen. -
#26 geschrieben von der Berliner vor 11 Monaten
Zu dem Digipass der Rabo kann ich, anders als Anonymous, eigentlich nichts Negatives sagen. Ich nutze seit Beginn bereits einen TAN Generator und hier finde ich einfach besser, dass keine Karte eingeschoben und der Generator zum generieren einer TAN vor den vor diesen – ich sage jetzt mal Strichcode – gehalten werden muss. Ist aber eine reine “Geschmackssache”.
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#27 geschrieben von Anonymous vor 11 Monaten
Wie schnell bekommt man sein Geld von der Bank?
Zitat: Die dramatische Situation im spanischen Bankensektor kann in naher Zukunft auch für große Schwierigkeiten in den Niederlanden führen.
“” Quelle: “” http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2012/06/15/ansteckung-downgrade-fuer-niederlaendische-banken/
Die sammeln vermutlich schon für Ihren eigenen Rettungsschirm? -
#28 geschrieben von der Berliner vor 11 Monaten
Dann schauen wir auch mal in die Schweiz … http://www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/2012-07/schweiz-banken
Oder bleiben im eigenen Land … http://de.reuters.com/article/topNews/idDEBEE86701Y20120708
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Am Tage dieses Blog-Eintrags hier habe ich der Bank eine Mail mit ein paar Fragen geschickt. Bislang kam keine Antwort, heute aber das:
„So direkt kann Banking sein“ lautet unsere Devise. Und dass es nicht nur ein Werbespruch ist, sondern wir auch dahinter stehen, möchten wir in diesem Fall beweisen. Sie haben uns kürzlich eine Nachricht zukommen lassen und haben dazu noch keine Antwort von uns erhalten. Nicht weil wir nicht wollten… Wir möchten gestehen, dass uns ein Fehler in der Bearbeitung der Nachrichten passiert ist, und die eine oder andere Nachricht im System unbeabsichtigt leider gelöscht wurde. Wir konnten Sie heute telefonisch leider nicht persönlich erreichen. Falls Ihre Frage oder Ihr Anliegen noch offen ist, möchten wir Sie bitten unseren Kundenservice zu kontaktieren. Telefonisch unter der kostenlosen Hotline: 0800 7226 100 montags bis freitags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr und samstags zwischen 8.00 und 17.00 Uhr oder per Email an info@rabodirect.de Wir bitten Sie, die Umstände zu entschuldigen und freuen uns natürlich darauf, Ihnen weiterzuhelfen – versprochen!
Das habe ich so auch noch nicht erlebt. Ich hoffe, das lässt nicht darauf schließen, wie die Bank sonst so arbeitet. Immerhin geht sie mit dem Fehler transparent um…
Inzwischen schaltet sie übrigens auch Fernsehwerbung in Deutschland. Ist ein ziemlich langer Spot.
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#32 geschrieben von der Berliner vor 11 Monaten
Mmh, vielleicht ein Fehler im System? Also ich kann bis dato nichts Negatives von der Rabobank berichten. Was mir in den letzten Tagen aufgefallen ist … ich hatte doch mal von dieser Eurokosse (mit 9%) berichtet. Am Dienstag habe ich erneut eine E-Mail von denen erhalten … angeblich wird jetzt mit einer Sparkasse kooperiert … vom Logo her wie wir unsere Sparkassen in Deutschland kennen … ist aber eine auf Malta. Ist ein wenig “dubios” gemacht da man denken könnte, es handelt sich auf den ersten Blick auf eine deutsche Sparkasse.
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Bei den Kommentaren gibst Du übrigens die Eurokasse(.com) jedes Mal als URL an. Vermutlich ohne Absicht. Ich nehme die dann immer von Hand aus dem Kommentar, da sie ja mit dem aktuellen Beitrag nichts zu tun hat. Wäre nett, wenn Du die vielleicht mal bei Deinen Kommentaren einmalig herausnehmen würdest (klicke dazu einmalig auf “ändern” neben Deinem Benutzernamen oberhalb des Kommentarfeldes), damit die nicht immer automatisch mitgepostet wird (falls das möglich ist – ansonsten lege ich halt weiterhin Hand an
).Zur Thematik an sich: Das klingt schon ziemlich dreist. Auf der Seite der Eurokasse konnte ich derartiges nicht wiederfinden. Offenbar beschränkt sich das bislang auf E-Mail.
PS: Ach doch, hier ist es zu finden: http://eurokasse.com/de/startseite/news/169-20022012-eurokasse-kooperiert-mit-sparkasse
Das ist schon ziemlich mies. Was wohl die Sparkasse dazu sagt?? -
Ich denke, einmalig reicht. Schließlich hat auch die einmalige Angabe gereicht, damit es immer wieder auftaucht. “Rückwärts” sollte das auch funktionieren, denke ich.
Danke jedenfalls für Deine Mühe!Hältst Du uns auf dem Laufenden darüber, wie die Sparkasse reagiert? Ist ja sicherlich ein spannendes Thema.
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#36 geschrieben von Spirou vor 11 Monaten
Ich habe mir die Eurokasse eben nochmal angeschaut, nachdem Ihr sie hier wieder mal erwähnt habt.
Diese Kooperation würde schon Sinn machen, denn die Eurokasse scheint selbst von Malta aus gesteuert zu werden. Jedenfalls ist der Geschäftsführer ein Peter Knappertsbusch, der auch die Internetseiten der Eurokasse auf seine Adresse in Malta registriert hat.
Die Sparkasse in Malta gehört ja scheinbar tatsächlich zu einer Sparkassengruppe in Österreich. Attac hatte vor einer ganzen Weile sogar mal eine Liste von ausländischen Sparkassenfilialen in Steueroasen herausgegeben und stark kritisiert. Da war die Sparkasse Malta ebenfalls mit dabei. Offizielle Informationen bekommt man zu diesen Auslandsfilialen so gut wie gar nicht.
Die Eurokasse wird also offenbar von Malta aus verwaltet und nicht von Neuseeland, was schon ein seltsames Licht auf sie wirft. Außerdem sieht es mit Einlagensicherungen ziemlich mau aus. Sowas gibt es in Neuseeland eigentlich gar nicht. Von 2009 bis 2011 hat Australien mal eine Garantie ausgesprochen, die unserer Einlagensicherung ähnlich war. Diese Garantie wurde aber nur deshalb gegeben, weil Banken mit Einlagensicherung – also einer Garantie durch den Staat – einen Wettbewerbsvorteil hatten und Neuseeland nicht wollte, dass die neuseeländischen Banken benachteiligt würden. Am 31.12.2011 wurde die Garantie aber wieder beendet. Eine Liste mit Banken, für die diese Garantie mal galt, kann man übrigens hier einsehen. Die Eurokasse war nie dabei. Eine Einlagensicherung gab es also nie, obwohl ich dachte, mal von einer Sicherung von bis zu 20.000€ gelesen zu haben – was aber ja auch nicht viel wäre.
Von Verschlüsselung scheint die Eurokasse nicht viel zu halten, denn alle ihre Internetseiten, inklusive der Kontoeröffnung, sind unverschlüsselt, obwohl dort persönliche Daten und Kontodaten übertragen werden. Würde mich nicht wundern, wenn das Online-Banking ebenfalls unverschlüsselt wäre. Sowas ist unter aller Kanone.
Ein weiterer seltsamer Punkt ist der Zinsrechner, den man auf der Eurokasse Seite findet. Die Eurokasse spricht ja von täglicher Zinsgutschrift. Der Zinsrechner berücksichtigt das aber gar nicht. Wenn man einen Betrag von 10.000€ auswählt und 12 Monate Anlagedauer, dann spuckt der Zinsrechner einen Betrag von 10.900€ aus. Also kein Zinseszinseffekt, den man eigentlich erwarten würde. Wählt man 24 Monate Anlagedauer aus, erhält man einen Betrag von 11.881€. Dort ist also Zinseszins bei jährlicher Gutschrift enthalten. Entweder der Zinsrechner ist schlampig programmiert oder die Zinsgutschrift findet doch nur einmal jährlich statt und die Bank meint eigentlich eine tägliche Berechnung der aufgelaufenen Zinsen wie es sie ja auch bei unseren Online-Banken gibt.
Eine Bank ist die Eurokasse jedenfalls offiziell nicht, sondern eine Art Finanzdienstleistungsunternehmen.
Alle diese Punkte zusammen – abgesehen von unrealistischen 9% Zinsen – geben mir jedenfalls irgendwie kein gutes Gefühl.
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#37 geschrieben von Spirou vor 11 Monaten
Leider konnte ich meinen Post nicht mehr ändern. Für diejenigen, denen es aufgefallen ist: Statt “… hat Australien mal eine Garantie ausgesprochen, …” meinte ich natürlich “Neuseeland”
Ich hatte das wohl durcheinandergeworfen, da sowohl Australien als auch Neuseeland 2009 temporär eine Einlagensicherungsgarantie starteten. Ich glaube aber, Neuseeland gab die Garantie nur bis Ende 2011 und Australien bis Ende 2012. Da müsste ich jetzt aber nochmal nachschauen. Jedenfalls scheint es in Neuseeland aktuell keine Garantie mehr zu geben. -
Wow, wieder einmal eine sehr interessante Recherche/Analyse von Dir – vielen Dank! Ich würde ebenfalls keinesfalls dazu raten, bei der Eurokasse in irgendeiner Form Geld anzulegen. Bei so einem Zinssatz sollte schon von vornherein klar sein, dass da irgendetwas “ungewöhnlich” ist, um es vorsichtig auszudrücken.
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#41 geschrieben von Spirou vor 9 Monaten
@Lars:
Der Digipass steckt in einer kleinen Papp-Box, die wiederum in einem normalen DinA4 Umschlag steckt. Das kommt ganz normal als Brief an, ohne Unterschrift oder so.Die Sicherung findet eigentlich dadurch statt, dass der Digipass alleine nicht funktioniert. Man muss ihn beim ersten Einschalten mit einer geheimen PIN initialisieren und eine eigene PIN vergeben, mit der er dann funktioniert. Diese Initialpin liegt nicht dabei sondern kommt einige Tage später mit getrennter Post. Ich habe meinen Digipass schon vor 4 Tagen erhalten, aber der Brief mit der PIN ist noch nicht da. So langsam sollte er aber kommen. Ich gehe davon aus, dass das auch ein ganz normaler Brief ist.
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Gern geschehen! Sobald ich den Digipass habe, schreibe ich noch mal was dazu. Vermute mal, der funktioniert ähnlich wie der TAN-Generator von Cortal Consors.