Unter dem Radar flog hier im Blog bislang die Fidor Bank AG. Glücklicherweise wurde ich hier in den Kommentaren auf die Bank hingewiesen (vielen Dank auch an dieser Stelle noch einmal an den „anonymen“ Hinweisgeber!), sodass ich mal einen Blick riskieren will.

Dabei fällt mir zunächst auf, dass der Zinssatz aufs Tagesgeld mit 2,55 Prozent für alle Kunden (also auch Bestandskunden) für heutige Zeiten sehr gut ist – gerade nach der jüngsten Zinssenkungs-Welle vieler renommierter Anbieter.

Letzte Zinsänderung vor über 7 Monaten

Allerdings gilt der Zinssatz bereits seit 28. September 2011. Wieso schreibe ich „allerdings“? Weil in den letzten Wochen alle Top-Tagesgeldanbieter ihre Zinssätze senkten. Möglicherweise steht bei Fidor also auch noch eine Senkung aus.

Natürlich ist dies von mir reine Spekulation, da mir die Einblicke fehlen. Es ist nur so ein „Gefühl“. Letztendlich ist es beim Tagesgeld ja auch ganz normal, dass sich Zinssätze praktisch täglich ändern können. Man kann sein Geld dann ja auch jederzeit wieder abziehen. Also alles nichts besonderes oder gar dramatisches.

Transparente Konditionen, aber Mindesteinlage

Viel zu beachten gibt es beim Tagesgeldkonto von Fidor eigentlich nicht, denn das Angebot ist sehr transparent gehalten. Lediglich die Mindesteinlage in Höhe von 2.500 Euro erwähnt meines Erachtens eine besondere Erwähnung. Außerdem ist der Maximalanlagebetrag auf 100.000 Euro gedeckelt. Mehr sollte man aber ohnehin nicht dort anlegen, da nur bis zu diesem Betrag die deutsche gesetzliche Einlagensicherung greift.

Fidor Bank derzeit eine gute Wahl

Als Fazit kann man festhalten, dass man mit der Fidor Bank derzeit keine schlechte Wahl tätigt und man bedenkenlos zugreifen kann. Falls der Zinssatz dann doch noch sinkt, kann man sein Erspartes dort ja schnell wieder abziehen und bei einem anderen Anbieter anlegen.

Man könnte aber auch von vornherein zu einem Anbieter gehen, der höhere Zinsen bietet (wobei sich die Auswahl da derzeit aber in Grenzen hält). So zum Beispiel zu MoneYou, die derzeit mit 2,65 Prozent Spitzenreiter der Vergleiche ist. Hinzu kommt dort noch eine quartalsweise Zinszahlung, die für einen effektiven Jahreszins von 2,68 Prozent sorgt. Vorteil ist hier außerdem, dass MoneYou erst kürzlich die Zinsen auf diesen Wert gesenkt hat, sodass mir hier die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinssenkung geringer erscheint als bei Fidor, wo die letzte Zinsänderung ja bereits über 7 Monate zurück liegt…

PS: Ich persönlich habe bislang noch keine Erfahrungen mit der Fidor Bank gesammelt und werde es kurzfristig auch nicht, da ich aufgrund des höheren Zinssatzes weiterhin bei MoneYou bleibe. Für mich persönlich spricht da nichts für einen Wechsel. Falls aber jemand von euch bereits Erfahrungen mit Fidor vorweisen kann, freue ich mich auf Kommentare unter diesem Artikel. 🙂

Update vom 07.05.2012: Wie zu befürchten war, hat heute auch die Fidor Bank ihre Zinsen gesenkt. Nun werden „nur“ noch 2,4 Prozent gezahlt, was aber für „heutigen Zeiten“ weiterhin ein ziemlich guter Wert ist.