Was bringt das Punkte-Sammeln im DKB-Club?

Als einziger mir bekannter Tagesgeld- und Girokonto-Anbieter bietet die Deutsche Kreditbank (DKB) für Privatkunden ein Bonusprogramm an, nämlich den DKB-Club.

Da ich selbst seit längerem zufriedener Kunde der DKB bin, möchte ich euch hier meine Erfahrungen mit dem DKB-Club präsentieren und kurz vorstellen, was genau hinter diesem Angebot steckt. Und beleuchten, ob der DKB-Club eine lohnenswerte Sache sein kann, sodass er vielleicht sogar ein (mit-)entscheidendes Kriterium bei der Kontowahl ist.

Eines gleich vorweg: Die Teilnahme am DKB-Club ist kostenlos und verpflichtet zu nichts – es gibt also im Grunde nichts zu verlieren und eine Teilnahme kann nicht schaden, wenn ihr sowieso Kunde der DKB seid oder werden wollt (was ihr übrigens unter diesem Link tun könnt). Punkte sammelt ihr im Prinzip automatisch, besondere Voraussetzungen sind außer der einmaligen Anmeldung zum DKB-Club nicht nötig.

Wofür gibt es Punkte?

Es gibt beispielsweise bereits Punkte dafür, wenn ihr Guthaben auf dem Girokonto habt. In jedem Jahr gibt es pro durchschnittlich 1.000 Euro Guthaben auf dem Konto 200 DKB-Plus-Punkte, die quartalsweise gutgeschrieben werden. Somit können sich je nach Summe unterschiedlich viele Punkte ansammeln ohne dass ihr etwas dafür tun müsst.

Die größte Punkteposition dürfte zunächst aber die Startgutschrift sein, nachdem ihr euch für den DBK-Club registriert habt. Denn diese beträgt gleich satte 5.000 Punkte.

Eine weitere Sammelmöglichkeit besteht darin, dass ihr die kostenlose VISA-Card bei euren Einkäufen zur Bezahlung verwendet. Dies ist aller Voraussicht nach die aussichtsreichste Möglichkeit, zu sammeln. Die Kreditkarte erhaltet ihr automatisch; eine „Verpflichtung“ zur Verwendung besteht aber natürlich nicht. Ihr habt also keinerlei Nachteile zu befürchten. Für die Nutzung gibt es 150 Punkte pro 1.000 Euro Umsatz. Wenn ihr die Kreditkarte häufig nutzt (z.B. beim Tanken oder für Online-Einkäufe), kann sich auch dadurch ein kleines Punktesümmchen ansammeln.

Es gibt noch viele weitere Aktivitäten, für die es Punkte gibt (zum Beispiel Werben eines neuen Kunden, Festgeldanlage oder aber auch Eröffnung eines Depots), aber die von mir vorgestellten dürften die sein, die für typische Kunden die relevanten sein dürften.

Es ist übrigens auch möglich, Punkte zu übertragen. Wenn also auch andere Familienmitglieder oder Freunde Punkte sammeln, könnt ihr „zusammenlegen“, um schneller zur gewünschten Prämie zu kommen.

Was sind die DKB-Club-Plus-Punkte wert?

Wirklich bewerten kann man den Sinn der Punkte natürlich erst, wenn man sich ansieht, was man für die gesammelten Punkte erhält. Was die Punkte in DKB-Club-Punkte in Euro wert sind, lässt sich jedoch kaum angeben, da als Prämien fast ausschließlich Sachprämien angeboten werden, teilweise auch mit Zuzahlung.

Ich will mich hier aber auf die kostenlosen Prämien ohne Zuzahlung beschränken, da der DKB-Club in meinen Augen nur interessant sein kann, wenn man ihn komplett als „Zugabe“ betrachtet und man keine eigene Geld-Leistung erbringen muss, um von ihm zu profitieren. Los geht es bei 5.000 Punkten, für die es ein Glückshufeisen gibt. Also für die meisten vermutlich eher weniger interessant, aber dies könnte man sich wenigstens schon direkt für die 5.000-Punkte-Startgutschrift holen, ohne dafür weiter sammeln zu müssen. 😉 Schon interessanter ist da für 7.000 Punkte eine Tageskarte für einen Zoo eurer Wahl (ihr könnt aus 10 vorgegebenen Zoos wählen). Für 10.000 Punkte ist der kostenfreie Besuch eines Erwachsenen in einem deutschen SeaLife eurer Wahl möglich.

„Richtige“ Sachprämien, die ich persönlich interessant finde, sind beispielsweise die hochwertigen WMF-Prämien. So zum Beispiel für 10.000 Punkte ein Rührbesen. Was ich selbst ebenfalls sehr attraktiv finde, ist das Jahresabo der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung für 15.000 Punkte, das auch automatisch endet. Auf dieses werde ich wohl hinsammeln, wenn nicht zwischendurch noch andere Prämien neu aufgenommen werden, die mich interessieren. Ab 20.000 Punkten gibt es auch noch einige weitere Zeitschriten-Abos ohne Zuzahlung zur Auswahl. Alle weiteren Prämien finde ich dann nicht mehr so schrecklich interessant bzw. sie erfordern eine Zuzahlung oder aber kosten so viele Punkte, dass sie auf absehbare Zeit nur für die wenigsten erreichbar sein dürften.

Für Miles&More-Sammler (Prämienprogramm der Lufthansa) besteht außerdem noch die Möglichkeit die DKB-Club-Punkte in Miles&More-Prämienmeilen einzutauschen. Für 15.000 DKB-Plus-Punkte gibt es dabei 1.500 Prämienmeilen.

Fazit

Der Renner sind die Prämien sicherlich nicht, sodass der DKB-Club alleine kein Grund ist, Kunde der DKB zu werden. Es sei denn ihr sammelt einfach generell gerne Punkte – in gewisser Weise weckt sowas ja auch immer den „Spieltrieb“, zumindest bei mir. 😉 Allerdings gibt es andere schlagende Argumente, mit denen die DKB eher punktet: Zum Beispiel die Guthaben-Zinsen auf der DKB-Visa-Card bei monatlicher Zinsgutschrift. Oder aber das kostenlose Girokonto mit kostenloser Kreditkarte zum kostenlosen Geldabheben. Und das weltweit! Das ist schon ein wirklich sehr, sehr gutes Angebot.

Wenn dies für euch ohnehin interessant ist, kann ich die Teilnahme am DKB-Club nur empfehlen, denn er ist kostenlos, verpflichtet zu nichts und ihr sammelt quasi automatisch die Punkte, sodass der Club gewissermaßen ein zusätzliches „Sahnehäubchen“ darstellt, wenn ihr sowieso Kunde werden wollt. Schaden kann es nicht, ihr könnt nur gewinnen. Für das DKB-Cash-Konto mit den derzeit 0,9% Guthaben-Zinsen und der kostenlosen Kreditkarte könnt ihr euch hier anmelden. Im Zuge dessen ist dann auch die Anmeldung für den DKB-Club möglich. Viel Spaß! 🙂

Update vom 20. August 2014

Inzwischen hat die DKB ihr Angebot unter dem Dach „DKB Club“ ausgeweitet. Neben der bisher alleinigen Möglichkeit, Punkte für Prämien zu sammeln gibt es auch eine umfangreiche Auswahl an Angeboten, wo man sofort finanziell profitiert. Entweder in Form von Rabatten bzw. kostenlosen Extras (zum Beispiel 10 Prozent Rabatt bei Burger King) oder in Form von finanziellen Rückvergütungen bei Online-Einkäufen (zum Beispiel bei Zalando) direkt aufs Girokonto. Das macht’s nochmal interessanter.

Update vom 07. Oktober 2016

Die DKB hat leider das Ende des Bonusprogramms „DKB-Club“ in der bisherigen Form angekündigt. Daher erhielten alle bisherigen Teilnehmer eine Kündigung des Bonusprogramms zum 30. November 2016. 🙁

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9 Gedanken zu „Was bringt das Punkte-Sammeln im DKB-Club?

  1. DKB Club ist eine grosse Verar….:
    Beispiel anhand eines Artikels: Ein Speicherstick , den man für 9 bis 12 € kaufen kann kostet 20000 Punkte. Man muß also 20000€ umsetzen um ~10€ geschenkt zu kriegen. Da ist ein Punkt 0.0005 cent wert. 20000 Punkte kaufen, um die Wunbschprämie‘ zu erhalte, kostet aber 48 €.

    Noch schlimmer ist das Verhältnis bei Zuzahlungen. Da gibt es für 25000 Punkte nur ~ 5€. Ein 64GBStick kostet 24€. Bei DKB 25000 Punkte (=25000€ Umsatz) + 19.90 Zuzahlung.

    Rechnet bitte selber nach!!

    Die Bank kann ich ansonsten nur empfehlen!!!

  2. Für andere Prämien muss man immer individuell vergleichen, welchen Wert welche Prämie hat.
    Die Fussball-Tickets für die 2. Liga und die 1. Liga erfordern oft mindestens 15.000 Punkte oder mehr anstatt 5.000 für Liga3, obwohl die Original-Stadionpreise nichmal annähernd 3x so hoch sind.
    Der DKB Vorstand hat sich gestern im öffentlichen Facebook 24 Stunden Chat nach Darstellung der Problematik zwar entschuldigt, aber eine logische Erklärung für das vor 2 Tagen beschriebene Thema konnte man da auch nicht liefern.
    Letztendlich ist die „dauerhafte Nichtverfügbarkeit“ von Tickets nichts anderes als die Entwertung des persönlichen DKB Club Guthabens.
    Vielleicht wird das von der DKB nochmals überdacht.

  3. Die DKB hat einen neuen Trick gefunden, seine DKB-Club Mitglieder auszutricksen.
    Nach der Verdreifachung der Punktepreise ( also einer Entwertung der Punkte um 2/3 ) wurde diese zunächst zurückgenommen.
    Offiziell kosten die Tickets für 3. Liga Partien nun zwar wieder nur 5.000 Punkte, aber nun sind plötzlich alle Spiele ausverkauft.
    Angeblich und auf individuelle Nachfrage ist das DKB Kontingent für ALLE Spiele immer schon ausgeschöpft und das betrifft auch wenig interessante Drittliga-Partien und kurioserweise auch Spiele in ferner Zukunft, die vom DFB noch nicht terminiert sind und wo es derzeit nirgendwo Tickets zu buchen gibt. Beim DKB-Club ist es immer ausgebucht und damit trickst die Bank so leider die Mitglieder auf unseriöse Weise aus.

  4. Durch die aktuelle Entwertung der DKB Punkte im Juni / Juli 2014 muss man leider vom Prämienprogramm wieder abraten.
    Für normale Fussballtickets die jetzt nicht mehr als letzte Saison kosten, muss man nun z.B. 3 x soviel Punkte „einlösen“ (in meinem Fall nun 15.000 DKB-Punkte anstatt vor 4 Monaten 5.000 DKB-Punkte) um die identische Kategorie zu erhalten. Nach meinen letzten Kauf im Frühjahr 2014 wurden also die verlangten Punktewerte um 300 % erhöht bzw. der Wert der DKB-Punkte auf 33 % gesenkt.
    Zunächst dachte ich an einen Fehler, aber die DKB bestätigte mir nun sogar und mit lapidarer Mail, dass eine Anpassung vorgenommen wurde und neue Konditionen gelten würden.
    Bei solch wilden und enormen Konditionsverschlechterungen kann ich die DKB als Bank allgemein zwar empfehlen, aber das DKB-Punkteprogramm ist leider nun so nicht mehr attraktiv.

  5. Hallo,

    vielen Dank für deine weitreichenden Erklärungen. Ich bin mittlerweile auch bei der DKB und meine, dass es für mich keine bessere Bank geben könnte.

    Das Prämienprogramm finde ich auch super. Leider fehlen mir zur Wunschprämie noch ca 17.000 Punkte. Wenn jemand diese verkaufen möchte kann er sich gern bei mir unter kaisergeorg@freenet.de melden.

    Viele Grüße Georg

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