MoneYou für extrem kurzfristiges Festgeld ausgezeichnet

Zwar handelt es sich hier dem Namen nach ja bekanntermaßen um ein Blog zum Thema Tagesgeld, da es aber um eine extrem kurze Laufzeit geht, ist für viele sicherlich auch das folgende Angebot interessant: Bei MoneYou erhaltet ihr auf ein Festgeldkonto mit einer Laufzeit von nur sechs Monaten garantierte 2,9 Prozent p.a. Zinsen.

Dass dies ein sehr, sehr gutes Angebot ist, bestätigt nun in Ausgabe 01/2012 auch die unabhängige Zeitschrift FinanzTest (ein Ableger der Stiftung Warentest), die das Festgeldkonto von MoneYou als bestes Festgeldangebot mit einer solchen Laufzeit auszeichnet (im Vergleich befanden sich 94 Banken).

Konditionen fair und transparent

Insgesamt sind die Konditionen überaus fair und sehr transparent. Einzige annähernd „ungewöhnliche“ Bedingung ist, dass ein Mindestanlagebetrag erfüllt werden muss. Dieser fällt mit 500 Euro aber sehr moderat aus. Wer weniger Geld anzulegen hat, der muss sich aber um Zinsen ohnehin eher weniger Gedanken machen, insofern spielt dieser Mindestanlage vermutlich für über 99,9 Prozent der Sparer ohnehin keine Rolle. 😉

Vorzeitige Verfügung über Festgeld möglich

Es ist sogar möglich, vorzeitig über das Festgeld zu verfügen. Dann erhaltet ihr darauf sogar immerhin noch 1,9 Prozent Zinsen. Das ist sehr fair.

Allerdings ist ein Anlagezeitraum von nur sechs Monaten sicherlich so überschaubar, sodass von einer vorzeitigen Verfügung wahrscheinlich die wenigsten Gebrauch machen werden. Und man muss ja schließlich auch nicht gleich sein komplettes Kapital fest anlegen, sondern kann einen Teil weiterhin als Tagesgeld laufen lassen, wenn man sich nicht ganz sicher ist…

Auch Tagesgeld ist attraktiv

…und das ist ebenfalls gut bei MoneYou möglich, denn das Tagesgeld der niederländischen Bank (die Einlagensicherung liegt übrigens bei 100.000 Euro) muss sich alles andere als verstecken: Hier werden 2,75 Prozent geboten – ohne Mindesteinlage. Und da die Zinsen quartalsweise gutgeschrieben werden, kommt es zu einem Zinseszins-Effekt, der zu einem effektiven Jahreszins von derzeit 2,78 Prozent führt. Zum entsprechenden Angebot auf der Homepage der Bank gelangt ihr hier.

PS: Das Tagesgeldkonto müsst ihr übrigens ohnehin eröffnen, wenn ihr euch für das Festgeld von MoneYou interessiert. Denn ähnlich wie zum Beispiel auch bei der Bank of Scotland wird das Festgeldkonto als „Unterkonto“ des Tagesgeldkontos geführt.

19 Gedanken zu „MoneYou für extrem kurzfristiges Festgeld ausgezeichnet

  1. Wenn ich hinzufügen darf – egal ob es sich um einen kleinen oder großen Anlagebetrag handelt – meiner Meinung nach ist der Anlagezeitraum von 3 Monaten sehr überschaubar und man bleibt bei der Anlage relativ flexibel. Der Anlagezeitraum bei den meisten Fetsgeldern beträgt sehr häufig nicht unter 12 Monaten.

  2. Kleinvieh macht auch Mist. 😉 Und – wie Du ja selbst auch schreibst – vor allem bei höheren Anlagebeträgen.

    Zudem ist es für manch einen (aus welchen Gründen auch immer) vielleicht durchaus ein interessanter Vorteil, nicht erst am Ende des Jahres über die angelaufenen Zinsen verfügen zu können, sondern schon vorher (zum Beispiel, wenn man einen Hauskauf plant).

  3. Ich denke dass der Zinseszinseffekt in diesem Punkt überschätzt wird. Rechne es gerne einmal nach, aber das lohnt nur bei sehr, sehr hohen Anlagebeträgen..

  4. Habe mir die Konditionen mal genauer angesehen … die Kündigung 3 Tage vor Ende der 3 Monate … Wahlmöglichkeit, ob erneute Anlage Festgeld ansonsten Transfer auf das Tagesgeldkonto … denke mal, das „läppert“ sich zum Jahreende hin 😉

  5. Das von moneyou beschriebene Festgeld gibt es in einer etwas anderen Form auch bei der NIBC, allerdings mit einer Mindestanlagesumme von 1000,00 Euro. Die Staffelung nebst Zinsen habe ich angefügt. Die Variante 3 Monate mit 2,85% finde ich, auch bei einem Mindestanlagebetrag von 1000,00 Euro, ebenso interessant wie die Alternative Festgeld bei moneyou.

    Mehr.Geld.Konto 3 Monate 2,85 % p.a.
    Mehr.Geld.Konto 6 Monate 2,85 % p.a.
    Mehr.Geld.Konto 9 Monate 2,90 % p.a.
    Mehr.Kapital.Konto 1 Jahr 3,15 % p.a.
    Mehr.Kapital.Konto 2 Jahre 3,40 % p.a.
    Mehr.Kapital.Konto 3 Jahre 3,80 % p.a.
    Mehr.Kapital.Konto 4 Jahre 4,00 % p.a.
    Mehr.Kapital.Konto 5 Jahre 4,20 % p.a.
    Mehr.Kapital.Konto 7 Jahre 4,25 % p.a.
    Mehr.Kapital.Konto 10 Jahre 4,50 % p.a.


  6. Nils:

    Bei der 1822direkt musste ich damals ziemlich “hinterherrennen”, aber die zeigten sich am Ende glücklicherweise doch noch kulant und schrieben mir die gezahlten Abgaben dann doch noch gut.

    Warum hinterherrennen? Die Abgaben ganz entspannt bei der Einkommensteuererklärung angeben und fertig.

  7. @Spirou:
    Ja, das mit dem Kopieren via Strg+C und Strg+V klappt bei der Bank of Scotland (leider) nicht. Das liegt daran, dass das Kopieren über die Zwischenablage deaktiviert wurde. Das KeePass Auto-Type-Feature führt allerdings die Eingabe so aus, als ob sie von einem Benutzer ausgeführt wurde. Allerdings muss man die Auto-Type-Sequenz im KeePass-Eintrag auf folgenden Wert ändern: {USERNAME}{TAB}{PASSWORD}{TAB}{ENTER}. Bei vielen anderen Zugängen zum Onlinebanking reicht die Standardsequenz (ohne das letzte {TAB}) aus. Zu beachten ist außerdem, dass das erste Formularfeld (die Eingabe des Benutzernamens) den Focus hat. Das ist z.B. bei der Startseite vom Homebanking der Commerzbank nicht der Fall.

    Viele Grüße

    Christoph

  8. Das mit der Erstattung der Kapitalertragssteuer und des Solis bei späterem Nachreichen des FSA in gleichen Jahr war bei der Comdirect und der Sparda Bank. Also keine klassischen Tagesgeldbanken.

  9. Huch… Sorry… Der anonyme Post #4 war von mir. Keine Ahnung, wieso ich da nicht mehr automatisch angemeldet war. Vielleich war mein Cookie defekt oder abgelaufen 🙂

    @Christoph:

    Da haben sich unsere beiden Posts überschnitten. Als ich Post #4 geschrieben habe, war Deiner auch noch nicht sichtbar. Das mit der TAB-Taste stimmt schon. Mache ich auch so 😉 Trotzdem danke für den Hinweis. Ich wundere mich einfach grundsätzlich darüber, dass die Bank of Scotland das so implementiert hat, weil ich ohne virtuelles Keyboard keine Sicherheitsverbesserungen erkennen kann. Und bei meinem mobilen Browser auf dem Smartphone ist die Sache ja – wie oben beschrieben – noch übler. KeePass kenne ich auch. Für die Bank of Scotland habe ich das noch nicht ausprobiert. Ich könnte mir vorstellen, dass das eventuell nicht funktioniert, weil ja auch die Copy&Paste Funktionen abgeschaltet sind und man nicht mal den Benutzernamen in das Formular kopieren kann. Ich konnte jetzt nicht genau rauslesen, ob Du KeePass wirklich schon mit der BoS verwendet hast. Wenn Du sagst, dass es funktioniert, glaube ich’s natürlich 😉

    Grüße,

    Spirou

  10. Bei welcher Bank hast Du diese Erfahrung denn gemacht? Gut zu hören jedenfalls, dass es auch ein solches Vorgehen gibt.
    Bei der 1822direkt musste ich damals ziemlich „hinterherrennen“, aber die zeigten sich am Ende glücklicherweise doch noch kulant und schrieben mir die gezahlten Abgaben dann doch noch gut.

    @Christoph & Anonymous: Das mit der Tab-Taste ist ein sehr guter Tipp; vielen Dank! 🙂
    KeePass kann ich zur Verwaltung von Passwörtern auch nur empfehlen.

    @Anonymous: Auch, wenn es etwas OffTopic ist, aber ich persönlich finde auch so ein paar technische Hintergründe immer interessant.
    Ich habe auf meinem Android-Handy den Dolphin Mini installiert. Damit funktioniert der Login-Vorgang bei der Bank of Scotland ohne Probleme. Allerdings wird mir die ganz normale Homepage angezeigt. Eine für Handys optimierte Version fänd‘ ich besser. Aber ich hatte bislang von unterwegs aus auch noch nie den Bedarf, mich in mein Tagesgeldkonto einzuloggen, daher ist es für mich persönlich auch nicht so schrecklich wichtig.

  11. Eine Anmerkung bzgl. Freistellungsanträge zum Jahresende hin. Ich weiß nicht ob das bei allen Banken so funktioniert aber ich habe es zweimal selber erlebt, dass auch bereits erfolgte Zinenszahlungen nachträglich korrigiert wurden wenn später innerhalb des gleichen Jahres ein Freistellungsantrag gestellt wurde. D.h. die Bank hat die abgeführte Steuer wieder auf das Konto zurückgebucht.

    Ob das alle Banken so machen, weiß ich nicht, aber bei einigen geht das. Beser aber man probiert das nicht vorher aus sondern lässt gleich alles richtig laufen.

  12. Danke für den Hinweis mit dem Freistellungsauftrag. Das war mir so auch noch nicht klar gewesen. Ich dachte, am Ende des Jahres würde die Bank die Zinserträge des vergangenen Jahres aufsummieren und mit dem Freistellungsauftrag abgleichen. Bisher habe ich meinen Freistellungsauftrag ja immer sehr zügig gestellt, aber ich dachte mir schon oft „Naja, es eilt ja nicht“. Das hätte also auch ins Auge gehen können 😉

    Es gibt schon Banken, die ähnliche Funktionen wie die Bank of Scotland verwenden, um die Sicherheit zu erhöhen. Das Giro-Konto der Santander Bank z.B. fragt beim PIN/TAN Verfahren für jeden einzelnen Auftrag nach einer TAN, die man von seinem TAN-Block eingeben soll. Man kann die Tastatur dafür zwar nutzen, wenn man die Sicherheit erhöhen möchte, kann man aber auch einen virtuellen Ziffernblock verwenden, also die einzelnen Ziffern mit der Maus anklicken. Dadurch kann verhindert werden, dass ein eventuell auf dem PC installierter Trojaner bzw. Keylogger die Tastatureingaben mitloggt und die geheime TAN für einen anderen Auftrag missbraucht.

    Eine ähnliche Funktion gibt es bei der Bank of Scotland aber nicht. Und dann macht es in meinen Augen nicht viel Sinn, die Tastatur einzuschränken und die Copy & Paste Funktionen auszuschalten. Einen Sicherheitsgewinn sehe ich hier auf den ersten Blick nicht. Ich verwende übrigens trotzdem der Einfachheit halber nur die Tastatur bei der Bank of Scotland. Nach Eingabe des Passworts drücke ich die TAB-Taste, woraufhin der „Anmelden“-Button markiert wird. Dann aktiviere ich den Button durch einen Druck auf die Leertaste. So funktioniert es zumindest im Firefox Browser. Das finde ich immer noch komfortabler und schneller, als die Maus zu verwenden.

    Ich weiß, dass MoneYou eine App anbietet. Leider habe ich ein BADA-Smartphone (Samsung Wave – S8500), und die meisten Apps kommen ja leider nur für Apple iOS und Android raus. Ich liebäugele aber schon mit einem Android Handy. Wenn ich es mir kaufen sollte, probiere ich sicher auch die MoneYou App aus. Vielleicht kann in der Zwischenzeit ja schon ein anderer User hier die App mal testen. Bisher greife ich von unterwegs mit dem ganz normalen integrierten Web-Browser auf das MoneYou Konto zu. Das geht ohne Probleme. Auch bei anderen Banken. Nur eben bei der Bank of Scotland ist das nicht mit jedem Browser so leicht. Der eingebaute Dolphin-Browser zeigt z.B. nach jedem einzelnen Buchstaben ein Popup an mit der Meldung „Keyboard Navigation disabled“ – oder so ähnlich. Schon etwas nervig.

    Nachdem ich die Programmierung der MoneYou Seite positiv hervorgehoben hatte, habe ich mir dann auch nochmal den HTML Code genauer angeschaut. Den der Bank of Scotland hatte ich bei Gelegenheit schon mal auseinandergepflückt, weil die Seite auf mich einen etwas seltsamen Eindruck machte. Ganz so genau hatte ich mir den Code der MoneYou Seite dagegen noch nicht angeschaut. Nachdem ich meinen obigen Beitrag verfasst hatte, schaute ich mir die MoneYou Seite dann nochmal genauer an und fand ebenfalls erstaunliches. Sorry, falls solche technischen Details hier im Blog etwas offtopic sind. Aber vielleicht sind diese Dinge ja auch für andere Kunden bedeutend.

    Auch bei der MoneYou Seite fand ich auskommentierte Zeilen, die nicht länger benötigt werden, und bei näherem Hinschauen komme ich zu dem Ergebnis, dass scheinbar ein Framework bzw. Front-End bei einer Drittfirma gekauft und dann von der Bank angepasst wurde. Das muss ja nicht unbedingt das schlechteste sein, wenn diese Drittfirma weiß, was sie tut. Gut eingekauft ist besser, als schlecht selbstgemacht.

    Aber es wundert mich schon, dass sich eine gewisse Schlampigkeit wie ein roter Faden durch die Banken-Seiten zu ziehen scheint und dass der Code aussieht wie Kraut und Rüben, auch wenn das nicht gleich ein Sicherheitsproblem sein muss. Hier würde ich mir ein bisschen mehr Sorgfalt wünschen. Gute Programmierer sind eben teuer 😉


  13. Spirou:

    Schon beim Login verhält sie sich seltsam. So ist es z.B. nicht möglich, sich mit einem Druck auf die Enter-Taste einzuloggen. Stattdessen muss man tatsächlich den Login-Button drücken. Sämtliche Copy&Paste funktionen sind deaktiviert.

    Das ist so nicht ganz richtig. Falls man seinen Benutzernamen und sein Kennwort per Hand einträgt, kann man mit Tab den Focus auf den Button setzen und diesen mittels Enter „klicken“. Was bei mir auch gut funktioniert ist das Programm KeePass. Damit kann man seine Benutzerdaten verschlüsselt an einem Ort ablegen. Natürlich hat das Programm noch mehr Funktionalität. Eine davon ist z.B. das Auto-Type. Dieser Befehl füllt vorgegebene Formulare (z.B. Anmeldeformular) entsprechend aus. Diesen kann man zusätzlich anpassen, so dass man auch den Tab-Sprung auf der BoS-Seite nachbilden kann.

    Viele Grüße

    Christoph

  14. Danke für Deine ausführlichen Eindrücke zu MoneYou. Solche Erfahrungsberichte sind Gold wert.

    Quartalsweise Zinsgutschrift ist super, hat nur eine Tücke: Man darf den Freistellungsauftrag nicht erst am Jahresende stellen. Von vielen Banken ist man ja leider die jährliche Zinszahlung gewohnt, sodass man das mal leicht vergessen kann (mir ist das früher leider mal bei der 1822direkt passiert). Also hier unbedingt drauf achten. 😉

    Das mit der Enter-Taste bei der Bank of Scotland ist mir auch schon mal aufgefallen. Ich meine aber, dass das „sicherheitstechnische Gründe“ hat, dass man hier die Maus zur Hilfe nehmen muss. Das ist quasi eine „Zusatzsicherheit“. Irgendwas in der Richtung habe ich mal gehört, kann das aber nicht weiter ausführen – da fehlt mir schlicht die technische Kenntnis. 😉

    MoneYou hat ja sogar eine App für Smartphones, was ich sehr lobenswert finde. Hast Du die auch mal ausprobiert?

    Ich freue mich jedenfalls schon auf Deinen Erfahrungen zur NIBC Direkt.

    Danke für Deine Mühe, die Du Dir mit dem Text gegeben hast! 🙂

  15. @Nils und alle anderen: Schönes Neues Jahr 😉

    Und jetzt zum Thema:

    Zum MoneYou Tagesgeld kann ich bisher nur positives berichten. Von allen Tagesgeldkonten, die ich bisher getestet habe, gefällt mir dieses Konto am besten. Deshalb finde ich es völlig unverständlich, dass MoneYou in den meisten Tagesgeldvergleichen auf Platz 3 hinter der Bank of Scotland und der VTB oder noch einer weiteren Bank geführt wird. Eventuell wird das so gemacht, da die Bank of Scotland bekannter ist, viel Fernsehwerbung schaltet und auch in irgend einem Heft von Stiftung Warentest mal gut davongekommen ist.

    MoneYou der holländischen ABN Amro Bank braucht sich aber keineswegs zu verstecken – ganz im Gegenteil.

    Ich hatte es in einem anderen Post schon mal erwähnt. Aber hier nochmal zusammengefasst, da es gerade zum Thema passt. Meine gute Meinung zum Konto bildete sich schon bei der Anmeldung. Innerhalb von Sekunden nach der Online-Anmeldung schickt MoneYou eine eMail mit den Konto- und Login-Daten. Schon in diesem Moment kann man etwas auf sein neues Konto überweisen, obwohl der PostIdent-Antrag noch gar nicht abgeschickt wurde. Das kenne ich so von keiner anderen Bank. Somit kann man schon ab der ersten Minute Zinsen sammeln und muss nicht erst 3 Tage auf die Freischaltung warten.

    Das führt mich gleich zum zweiten positiven Punkt: Die extrem kurzen Überweisungszeiten. Ich habe schon oft parallel von und zu mehreren Konten Überweisungen vorgenommen, um die Überweisungszeiten zu testen. Nur bei MoneYou war es möglich, eine Überweisung an einem Werktag um 16 Uhr durchzuführen und das Geld schon abends gegen 23 Uhr auf dem Referenzkonto, bzw. auf dem Tagesgeldkonto gutgeschrieben bekommen zu haben. Bank of Scotland, VTB und die ING Diba hatten bei meinen Tests die Buchung erst am folgenden Tag vorgenommen, woraufhin es dann teilweise noch einen weiteren Tag bis zur Gutschrift dauerte.

    Die Laufzeiten werden sich wahrscheinlich weiter angleichen, da die Banken ab 2012 bei inländischen Überweisungen nur noch einen Tag benötigen dürfen. Zwei oder drei Tage sollte es dann also bei keiner Bank mehr dauern, aber dennoch bin ich von den kurzen Laufzeiten beim MoneYou Konto wirklich beeindruckt, und ich denke, auch in Zukunft könnten sie etwas schneller sein als die anderen, wenn schon in 2011 innerhalb weniger Stunden alles fertig überwiesen und verbucht war.

    Ein weiterer Pluspunkt sind die Zinsen, die quartalsweise ausgezahlt werden. Nils hat es ja im Artikel geschrieben. Durch den kleinen Zinseszinseffekt erhält man effektiv im Jahr dann immerhin 2,78%. Bei der Bank of Scotland zum Beispiel werden die Zinsen nur einmal jährlich ausgezahlt.

    Sowohl die Bank of Scotland als auch MoneYou zeigen die rechnerisch aufgelaufenen Zinsen tagesgenau an – mit einer kleinen Ausnahme freitags oder über Feiertage. In diesem Fall wird die Summe der aufgelaufenen Zinsen für den nächsten Werktag schon vorweg genommen. Bei der VTB Bank gibt es diese Zinsanzeige leider momentan noch nicht.

    Mit ein paar Mausklicks kann man sich weitere Unterkonten als Tagesgeldkonten oder als Festgeldkonten einrichten. Das habe ich bisher nicht in Anspruch genommen, aber wenn jemand zugunsten der Übersichtlichkeit die Konten für mehrere Sparziele (Kind, Urlaub, Fernseher, neue Möbel, usw.) trennen möchte, ist das problemlos möglich. Über die Einrichtung eines Festgeld-Unterkontos ist dann auch die Nutzung des Angebots von 2,9% für 6 Monate möglich, das im Artikel beschrieben wurde.

    Außerdem ist das MoneYou Konto meist Spitzenreiter was den Tagesgeldzinssatz angeht. Mit aktuellen 2,75% – bzw. 2,78% effektiv – werden die anderen Banken knapp abgehängt.

    Ein weiterer Punkt, der für mich persönlich sehr wichtig ist, ist die gute Programmierung der Seite. Hierbei schneiden sowohl MoneYou als auch die VTB prima ab. Die Programmierung der Seite der Bank of Scotland ist mir dagegen ein wahrer Graus. Schon beim Login verhält sie sich seltsam. So ist es z.B. nicht möglich, sich mit einem Druck auf die Enter-Taste einzuloggen. Stattdessen muss man tatsächlich den Login-Button drücken. Sämtliche Copy&Paste funktionen sind deaktiviert. Auf dem mobilen Browser meines Smartphones macht die Bank of Scotland noch mehr Probleme. Der Source Code der Login-Seite besteht größtenteils aus fragwürdigen JavaScript Funktionen, wobei viele nicht länger benötigte oder korrigierte Programmzeilen zwar auskommentiert wurden, also keine Funktion mehr haben, dennoch wurden sie im Source Code gelassen, was keinen professionellen Eindruck macht. Die MoneYou Seite macht hingegen keinerlei Probleme und macht auf mich schon eher einen sicheren und aufgeräumten Eindruck.

    Alles in allem kann in meinen Augen also kein anderes meiner getesteten Konten mit MoneYou momentan mithalten.

    Der einzige Wunsch, den ich für das MoneYou Konto hätte, wäre eine Anpassung des Tagesgeldzinssatzes auf die 2,85% (oder mehr), die die NIBC momentan bietet und dementsprechend auch eine Erhöhung des Zinses für das 6-monatige Festgeld auf 3,0%. Vielleicht passiert da ja demnächst nochwas. Ansonsten werde ich das NIBC Konto wohl mit in meine Tests aufnehmen 😉

    Grüße,

    Spirou

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