Kurz gemeldet: Denizbank verkauft – 1822 und BoS verlängern

Die heutigen Kurzmeldungen beginnen mit einer eher unüblichen Nachricht: Es gibt den Verkauf einer Bank zu vermelden. Es geht dabei um die Denizbank die immer mal wieder in der Spitzengruppe der Tagesgeldvergleiche auftauchte.

Neuer Inhaber der Denizbank ist die russische Sberbank. Die sich mehrheitlich in russischem Staatsbesitz befindliche Skerbank legt für die Denizbank 2,8 Milliarden Euro auf den Tisch. Komplett abgeschlossen sein soll der Verkauf der Denizbank aber erst bis zum Jahresende.

Für die Kunden der DenizBank ändert sich zunächst einmal nichts: Es bleibt bei der österreichischen EU-Einlagensicherung für Einlagen bis maximal 100.000 Euro und auch der Tagesgeldzinssatz bleibt erstmal unverändert bei bis zu sehr guten 2,3 Prozent.

1822direkt verlängert Zinsgarantie

Bei der Tochter der Frankfurter Sparkasse, der 1822direkt, wurde die Zinsgarantie für Neukunden verlängert. Sie läuft nun bis zum 01. Dezember 2012 (vorher: 04.10.2012). Bis zu diesem Zeitpunkt erhalten neue Kunden aufs Tagesgeld garantierte 2,3 Prozent.

Der Anschlusszins für Bestandskunden ist mit glatt einem Prozent allerdings ziemlich mau. Darum würde ich empfehlen, nach Ablauf der Zinsgarantie unbedingt einen Zinsvergleich zu machen.

Oder aber gleich von vornherein zu einem Anbieter zu wechseln, der konstant Top-Zinsen bietet und dabei nicht zwischen Bestands- und Neukunden unterscheidet.

Bank of Scotland verlängert Prämien-Zeitraum

Und auch der „Dauerbrenner“ Bank of Scotland (BoS) verlängert – wieder einmal – seine Neukundenaktion. Allerdings werden Neukunden hier nicht mit einem höheren Zinssatz hofiert, sondern mit einer Prämie in Höhe von 30 Euro. Der Zinssatz liegt für alle Kunden weiterhin bei hervorragenden 2,4 Prozent.

Der neue Aktionszeitraum für die Prämie läuft bis zum 05. August 2012. Auf der Homepage steht heute noch der alte Fristablauf; aktualisiert wird das ganze voraussichtlich morgen. Zur Aktions-Seite gelangt ihr hier.

Update: Für diesen Freitag, 29.06.2012 hat die Bank of Scotland eine Zinssenkung auf 2,25 Prozent angekündigt. 🙁

24 Gedanken zu „Kurz gemeldet: Denizbank verkauft – 1822 und BoS verlängern

  1. @ Nils: einmal im Monat geht der Inhalt zur guten alten Sparkasse bei der ich auch mein Girokonto unterhalte. Da kommen im Monat immer so zwischen 80 und 130 Euro zusammen

  2. Nette Sache, das mit dem Sparschwein. Ich nehme an, Du gehst dann mit dem Kleingeld daraus ab und an zur Landesbank, oder? Hast Du darüber Buch geführt, wie viel da im Laufe der Zeit zusammengekommen ist?
    Ich habe hier zu Hause auch so eine Tasse herumstehen, wo das Kleingeld immer hineinkommt. Ich war damit aber erst einmal bei des Landesbank, da ich ab und an dann doch wieder konsequent versuche, es auszugeben.

  3. Ich denke nicht, dass es zu einem „Supergau“ kommen wird. Was ich mir aber vorstellen kann ist, dass es erneut eine Währungsreform geben wird. Meiner Meinung nach kann es nicht so weitergehen denn irgendwann ist Deutschland (und die Grenzmarke ist nicht mehr weit) nicht mehr in der Lage, für alle und jeden zu bürgen oder Sicherheiten zu hinterlegen. Es funktioniert einfach nicht alle Länder der EU aufgrund der Wirtschaftsleistung unter eine Währung zu bringen. Das wissen die Meisten heute und auch, als der Euro eingeführt wurde. Wenn man bedenkt, wie es zum Euro kam …. Einheitskanzler Kohl wollte den eigentlich nicht. Der französische Staatspräsident Mitterand aber und hier die Wurzel des Übel … kein Euro dann keine Zustimmung Frankreichs zum vereinten Deutschland ……..
    Abgesichert habe ich mich mit einem Teil Gold, Währungskonten (größtenteils im skandinavischen Bereich aber auch in Dollar, einem Depot über einen englischen Anbieter (weniger Steuern und Gebühren) und hier in substanzielle Werte, Fest- und Tagesgeld und, jetzt lacht hier aber nicht, einem Sparschwein daheim. Ich habe von meinem Urgroßvater seinerzeit mit auf den Weg bekommen, jeden Abend die Geldbörse (Kleingeld betreffend) zu leeren und das praktiziere ich seit 20 Jahren. Und, was mir persönlich immer wichtig ist bzw. geworden ist: vertraut keinem Bankberater/Beraterin blind, denn es sind „nur“ BankVERKÄUFER. Glaubt nicht alles, was geschrieben und gesendet wird – hinterfragt es mit eurem gesunden Menschenverstand und …. das immer wieder beschriebene Bauchgefühl …..

  4. Ich finde es auch gut, immer mal über den Tellerrand zu schauen. Ich habe eine große Sympathie für Banken wie die NOA, wenn man das Geschäftsmodell denn so hinbekommt, dass die Bank nicht zwangsläufig pleite gehen muss.

    In einem anderen Thread hier hatte ich ja auch schon mal über den Public Eye Award geschrieben, der menschenverachtende Geschäftspraktiken großer Firmen anprangert. Die Barclay’s Bank hat leider 2012 den Global Award „gewonnen“, aufgrund der Nahrungsmittelspekulationen, die die Lebensmittel für viele Menschen in den ärmeren Ländern unerschwinglich machen. Eigentlich kann man dieses Verhalten nicht unterstützen, und die Tatsache, dass ich momentan tatsächlich ein bisschen Geld auf dem Barclay’s Tagesgeldkonto geparkt habe, beschäftigt mich deshalb durchaus. Meine paar Kröten werden keinen großen Unterschied machen, aber wenn jeder so denkt, ändert sich nie etwas. Deshalb denke ich schon darüber nach, evtl. lieber niedrigere Zinsen zu akzeptieren und das Geld wo anders zu parken. Ich würde aber auch niemandem einen Vorwurf machen, der sich noch über die 2,75% freut. Die meisten hier werden auch schauen müssen, dass das Essen auf dem Tisch steht und das Geld, dass man vielleicht für den Führerschein, die erste Wohnung oder die Ausbildung der Kinder angelegt hat, nicht durch die Inflation aufgefressen wird.

    Dirk Müller und sein Buch kenne ich übrigens. Ich halte auch ziemlich viel von dem Mann. Auf Youtube kann man sich viele Auftritte und Beiträge von ihm anschauen. Das kann ich nur empfehlen.

    Soziales Engagement finde ich wichtig, und ich mache da auch immer mal das eine oder andere. Aber es wird auch immer schwieriger für den Einzelnen, sich einzubringen, wenn die Arbeitszeiten immer länger werden und die Gehälter defacto sinken. Viele, die sich früher immer engagiert haben, müssen inzwischen selbst schauen, dass sie nicht demnächst zur Tafel gehen müssen. Und gerade solche Angebote sind für mich z.B. ein zweischneidiges Schwert. Einerseits habe ich große Hochachtung vor den Leuten, die bei der Tafel arbeiten und dafür sorgen, dass viele Menschen die Möglichkeit haben, etwas zu Essen zu bekommen. Völlig daneben finde ich, dass viele Geschäfte und Supermärkte den Mitarbeitern der Tafeln palettenweise vergammeltes Gemüse hinstellen. Denn die Tafeln müssen alles mitnehmen, was man ihnen hinstellt, und so sparen die Firmen sich die Entsorgung. Das muss dann die Tafel bezahlen, die den vergammelten Kram aussortieren und wegwerfen muss. Und das grundsätzliche Signal an den Staat ist ja, dass die Menschen hier schon irgendwie klar kommen. Auch wenn die Hartz4 Sätze teilweise viel zu niedrig sind, um sich Essen kaufen zu können, klappt es schon irgendwie. Die Tafeln fangen das ja auf, und wer bedürftig ist, kann ja da hin gehen. Manchmal denke ich, dass sich nur etwas ändern wird, wenn Institutionen wie die Tafeln nicht mehr da sind und sich die hungernden Massen vor dem Bundestag versammeln.

    Man fragt sich schon, wo das ganze Geld eigentlich steckt, wenn hier tatsächlich inzwischen Teile der Bevölkerung Hunger haben, die Staatsverschuldung immer rasanter ansteigt, dennoch hunderte Milliarden Euro für Rettungsschirme da sind und Deutschland weltweit als reichstes Land Europas gilt. Es kann ja eigentlich nur so sein, dass der Großteil der Finanzen sich in den Händen von ganz wenigen Banken und Personen befindet und der Großteil der Menschen quasi als Bodensatz durch die Gegend krebsen muss. Wenn man sich das bewusst macht, kommt man zwangsläufig darauf, dass wir an einer großen Umverteilung gar nicht mehr vorbeikommen, wie auch immer die aussehen kann.

  5. Was mich an deutschen DAX-Aktien stört ist, dass der Firmenwert sich nicht mehr im aktuellen Kurs widerspiegelt, das ist für mich nicht berechenbar und die Kurs-Dividendenverhältnis ist nicht auf Basis einer jährlichen Rendite nicht lukrativ genug. Leider hatte ich zumindest in der Vergangenheit nur Pech mit Aktien und schlaflosen Nächte damit, daher nur noch Festgeld/Tagesgeld mit 100% ELS 😉 ..


    der Berliner:

    @ Anonymous: zu Aktien – schau Dir mal die substanziellen Werte an … ich kann da wirklich nicht klagen mit einer (im Schnitt der letzten 8 Jahre erzielten) durchschnittlichen Rendite von 7%
    Und was Derivate betrifft – es ist kein “Teufelszeug” Natürlich sollte man sich im Vorfeld genauestens damit auseinandersetzen und das Risiko minimieren. Ich habe auch einige Zeit für ein gutes Moneymanagement hin und her probiert.

  6. Vielen Dank für Deinen Beitrag und den damit verbundenen Blick über den Tellerrand. Ich finde, dass es durchaus in diesen Blog passt. Und Du hast völlig Recht: Angesichts dessen, was andere für (wirkliche) Probleme haben, erscheinen unsere Ärgernisse so wahnsinnig banal. Da bekommt man fast schon ein schlechtes Gewissen.

    Aber so ist es nun mal bei uns ökonomisierten Menschen: So gut es uns auch geht, wir gewöhnen uns allzu schnell an unseren Standard und werden immer etwas finden, worüber wir uns ärgern. Das ist auch schwer abzulegen. Zumal ich niemandem damit helfen kann, wenn ich mich nicht über zu lange Überweisungszeiten ärgere. 😉

    Wäre für Dich dann nicht vielleicht eine Bank gut geeignet, die sich ökologische und soziale Ziele auf die Fahnen geschrieben hat? Du schreibst ja, dass das mit dem Geld und der Rendite im Endeffekt gar nicht sooo wichtig ist. 😉

    Dein Beitrag klingt auch ein wenig apokalyptisch. Schätzt Du die Chance sehr groß ein, dass bald „unser ganzes Geld“ weg ist bzw. deutlich weniger Wert ist? Wie bereitest Du Dich darauf vor? Kaufst Du Sachwerte? Gold? Ich persönlich habe nun jedenfalls durchgezogen, was ich hier in den Kommentaren schon mehrfach andeutete: Ich habe mir gemeinsam mit meiner Freundin Wohneigentum (zur Selbstnutzung) gesichert. So ist mein/unser Geld in einem festen Wert gebunden und außerdem sind die Kreditzinsen so wunderbar niedrig derzeit. Eine hohe Inflation käme mir nun fast schon entgegen, weil dann mein Kredit immer leichter abzubezahlen wird (vorausgesetzt, ich habe einen Job und das Gehalt steigt entsprechend der Inflation). Aber darauf hoffe ich natürlich trotzdem nicht. Und ich glaube auch nicht, dass es den Total-Crash gibt. Aber zu Gunsten des Kaufs bestärkt hat mich die Sorge davor doch ein wenig, das muss ich zugeben.

  7. @ Anonymous: zu Aktien – schau Dir mal die substanziellen Werte an … ich kann da wirklich nicht klagen mit einer (im Schnitt der letzten 8 Jahre erzielten) durchschnittlichen Rendite von 7% 😉
    Und was Derivate betrifft – es ist kein „Teufelszeug“ 😉 Natürlich sollte man sich im Vorfeld genauestens damit auseinandersetzen und das Risiko minimieren. Ich habe auch einige Zeit für ein gutes Moneymanagement hin und her probiert.

  8. Es gibt eine Sache, die ich hier auch gerne einmal los werden möchte, auch wenn es vielleicht nicht ganz zum Thema des Blogs passt (@ Nils: hoffe Du hast nichts dagegen). Ich gebe für mich ehrlich zu, dass ich gut verdiene, einen tollen Job habe der mir seit 23 Jahren Spaß macht. Privat geht es mir gut und die Rücklagen, die mit der Zeit gebildet wurde, diese wurden mit eigener Hand erarbeitet.
    Es gibt in jedem Leben aber auch Phasen, wo es mal mehr als schlecht laufen kann (selbst eine solche erlebt).
    Das hat mich bewogen, ehrenamtlich tätig zu werden. Seit Jahren mache ich dieses in einer Obdachlosenunterkunft.
    Bei all dem, was derzeit in Deutschland, Europa, usw. geschieht … es gibt auch die andere Seite. Da unterhält man sich nicht über Anlagen, Zinsen, Eurokrise, etc. Da sind ganz andere Themen an der Tagesordnung und Ihr könnt mir glauben – es gibt auch Menschen, wenn Ihr die seht könnt Ihr manchmal nicht denken, was es eigentlich für gebildete Menschen sind und welche Schicksale (egal ob selbst verschuldet oder nicht) da zu Tage kommen.
    Sie freuen sich teilweise schon, wenn am Morgen für sie die Sonne aufgeht und sie den Sonnenuntergang am Abend erleben dürfen.
    Was ich damit ein wenig sagen möchte ist eigentlich dass, egal was in den nächsten Tagen, Wochen,, Monaten und Jahren geschieht … die Sonne wird immer wieder aufsteigen, das Leben geht weiter und letztendlich (wenn es mal so kommen sollte) ist, egal ob eine Gutschrift in 24 oder 48 Stunden erfolgt, die Zinsen steigen oder sinken, etc. das Geld eh weg. Ich denke, da können wir dann auch nichts dran ändern. Deswegen lebe ich mein Leben, genieße die Zeit und freue mich, dass das Ersparte mehr wird nach meinen getroffenen Entscheidungen (teilweise aus dem Bauch heraus). Und wenn das Gegenteil hinsichtlich der Ersparnisse, was auch mal vorkommt, eintritt – ich ärgere mich kurz, kann es aber nicht ändern und genieße weiter das Leben denn: die Sonne geht auch Morgen wieder auf …

  9. mein geld wird nur dort invertiert wo die einlage 100% vom staat mit 3a bonität abgesichert ist oder i n immobilien in 1a lage in deutschland investiert- daher scheiden aktien, etc komplett aus – gier macht blind…und was derviate für risiken bedeuten verstehe ich nicht 😉

  10. Egel wie und was kommen wird … ändern können wir es nicht und die „Zeche“ zahlen wir … so oder so. Was die Anlage Tagesgeld betrifft habe ich mich so positioniert, dass ich immer den aktuell besten Anbieter wählen kann. Hinsichtlich anderer Anlagen (z.B. Aktien, Derivate, Optionsscheine, etc.) bin ich bereits vor Jahren „aus Deutschland geflüchtet“. Über einen Freund, der in England wohnt und arbeitet, kann ich bequem dortige Depotanbieter nutzen die am Londoner Finanzmarkt tätig sind.
    Was das „Zusammenspiel“ con Leitzins, Inflation, etc betrifft kann ich das Buch von Jörg Müller – Crashkurs – wärmstens an´s Herz legen. Es ist in Wahrheit nicht alles so, wie es uns glaubhaft gemacht werden soll. Gerade in der heutigen Zeit die Dinge kritisch hinterfragen und man ist erstaunt, was am Ende tatsächlich dabei heraus kommt.

  11. @Anonymous: So unterschiedlich können die Erfahrungen sein. Das macht aber Hoffnung, dass meine nächsten Überweisungen bei Barclay’s vielleicht auch mal schneller laufen. Vielleicht macht es auch die Kombination aus Barclay’s und Hausbank erst wirklich aus. Die schnellste Überweisung, die ich bisher erlebt habe, war von meiner Hausbank zu MoneYou. Den Auftrag habe ich gegen 17 Uhr online abgeschickt, und gegen 22:30h war das Geld bei MoneYou gutgeschrieben. Wenn ich das mit Barclay’s mal in 20 Stunden schaffen würde, wäre ich ja schon zufrieden.

    Ich hoffe wirklich, dass Du mit der Leitzins-Einschätzung Recht hast. Ich weiß, dass es in der EZB Personen gibt, die strikt gegen eine Senkung unter 1% sind. Und ich denke auch nicht, dass es Europa wirklich hilft, wenn es jetzt mit noch billigerem Geld geflutet wird. Wenn die Vernunft sich durchsetzen kann, bleibt der Leitzins bei 1% oder steigt bald wieder. Aber eine Senkung ist für viele einfach zu verlockend.

    Gerade was die Euro-Bonds angeht, habe ich persönlich mir da bisher keine großen Sorgen gemacht. Ich halte zwar ansonsten nicht viel von unserer Bundeskanzlerin, aber sie weiß, welche katastrophale Auswirkung die Euro-Bonds für Deutschland hätten und lehnte bisher alles in diese Richtung bei jedem neuen Krisengipfel strikt ab. Im Moment glaube ich noch daran, dass sie das durchhält, egal wie groß der Druck von außen wird.

  12. Bin mit der Laufzeit von Überweisung von Barclays zur Haspa und zurück mehr als zufrieden, denn das geht stets gleichtägig – so schnell ist keine meiner Tagesgeld-Banken.

    Ich glaube nicht, das die EZB den Leitzins unter 1% senken wird. Für marode Banken bzw. für Euro-Länder mit den maroden Banken haben wir den Euro-Rettungsschirm – die EZB wird hier nicht eine zusätzliche Stütze außerhalb der Politik anbieten.
    Was zu befürchten ist, ist allerdings die Einführung von Eurobonds – mal sehen, was das Bundesverfassungsgericht zum Fiskalpakt sagt. Ich rechne mit einer klaren Ansage, dass für weitere Europäisierung unser Grundgesetz angepasst werden muss – und das wird nicht ohne Volkszustimmung gehen..es bleibt bei einer unruhigen, schlechten Zeit für Geldanlagen…
    Die Banken müssen sich wieder auf ihre eigentliche Aufgabe im Wirtschaftssystem (Abwicklung Zahlungsverkehr und Kreditvergabe sowie Verwaltung von Spargelder) reduzieren und nicht mehr mit Luftgeld weltweit wetten und zocken!

  13. @Nils: Ich kann im Moment nicht mehr genau sagen, wie lange die Überweisungen bisher gedauert haben. Aber mehr als 24 Stunden waren es auf jeden Fall. Das wäre aber soweit ja noch mit der Regelung vereinbar, denn die spricht ja nicht von 24 Stunden, sondern davon, dass das Geld irgendwann an dem Tag eingehen muss, der auf den Tag des Auftragseingangs folgt.

    Wenn der Überweisungsauftrag montags morgens um 2 Uhr eingeht, wäre es nach dem Gesetz immer noch ausreichend, wenn die Überweisung dienstags spät abends eingehen würde, obwohl das dann schon fast 48 Stunden sind. Und wenn die Bank relativ spät eingegangene Aufträge tatsächlich noch dem nächsten Tag zuordnen darf, verschiebt sich das alles nochmal um ein paar Stunden. Zumindest diese fast 48 Stunden hat Barclay’s bei mir schon 2 mal voll ausgenutzt.

    @Berliner: Naja… Ich denke mir das so: Natürlich geht es beim Leitzins darum, dass die Banken sich dann noch billiger Geld leihen können. Welche Bank will das nicht? Aber das alleine ist für die EZB ja kein Grund. Ob die EZB den Leitzins verändert, hängt dann u.a. schon an der Inflationsrate und dem Zustand der Eurozone. Denn je mehr billiges Geld ins System fließt, desto wahrscheinlicher ist eine Erhöhung der Inflation, was am Ende mehr schadet als nutzt. Deshalb wird der Leitzins bei hohen Inflationsraten eher erhöht als gesenkt. Und hohe Inflationsraten hatten wir ja bis vor kurzem, schon alleine aufgrund der hohen Öl- und Energiepreise.

    Und die EZB hat eben nicht viele Möglichkeiten einzugreifen, wenn es der Eurozone schlecht geht. Der Leitzins ist eines der wenigen EZB-Mittel. Wenn die EZB leichtfertig bei ein bisschen Druck von außen, nur weil die Banken an noch billigeres Geld kommen möchten als sowieso schon, sofort den Leitzins senken würde, dann wären wir schon lange bei 0%. Dann stünde aber kein Spielraum mehr zur Verfügung, wenn die Situation sich weiter verschlimmert. Zumindest mit dem Leitzins könnte die EZB nicht mehr helfend eingreifen. Deshalb ist der Leitzins noch nie unter 1% gesenkt worden.

    Aus diesen beiden Gründen war ich mir bisher ziemlich sicher, dass der Leitzins nicht gesenkt wird, obwohl die „Experten“ und „führenden Banker“ es alle paar Wochen aufs neue von den Dächern gerufen haben 😉 Man hat es ja auch gesehen. Alle paar Wochen schrieb irgend jemand im Internet, dass bei der nächsten Sitzung aber ganz sicher der Leitzins gesenkt würde. Auch die Banken haben gequängelt und den Druck erhöht, aber passiert ist natürlich nichts. Die Inflationsrate lag ja auch über 2% und sollte nicht noch weiter steigen. Der Leitzins lag mit 1% schon auf historischem Tiefstniveau, und vor der Neuwahl in Griechenland war überhaupt nicht absehbar, wieviel Spielraum die EZB in den nächsten Monaten noch brauchen würde.

    Jetzt heißt es eben mal wieder, dass der Leitzins sinken wird. Nur ist die Situation eben seit ein paar Wochen eine andere, weshalb ich jetzt zum ersten mal denke, dass es wirklich so kommen könnte. Die Inflationsrate ist zum ersten mal seit längerer Zeit unter 2% gesunken. Die Wahl in Griechenland ist vorbei, und die Situation in Europa ist inzwischen so schlimm, dass man das wohl durchaus als Notfall durchgehen lassen kann.

    Ich hoffe trotzdem, dass ich falsch liege und der Leitzins auch im Juli nicht gesenkt wird 😛

  14. Also ich kann dahingehned nichts Negatives berichten. Auftrag zur Überweisung auf mein Referenzkonto um 08:30 bei Barclays erteilt, am Nachmittag wurde der Betrag auf meinem Referenzkonto gebucht.

    Hinsichtlich des EZB Leitzins – führende Banker erwarten/fordern eine Senkung zwischen 25 und 50 Punkten. Diese Senkung wurde auch bei der letzten Zinsentscheidung erwartet. Nur … es liegt nicht an den „Pleite“ Staaten und auch nicht an der Inflationsrate … es geht einfach nur darum, dass sich durch eine Zinssenkung einzelne Banken noch günstiger Geld leihen können. Das System scheint derart kaputt zu sein, dass eigentlich Banken die Insolvenz anmelden müssen künstlich am leben gehalten werden sollen um den Supergau zu vermeiden oder besser gesagt um noch mehr Zeit zu gewinnen. Passend dazu … am Wochenende ist ein weiterer EU Gipfel … und bei genauer Betrachtungsweise wird unsere Regierung einknicken. Einknicken bei den Eurobonds. Im Kleinen ist das bereits vollzogen – als „Gegenleistung“ für die Bundesländer zur ZUstimmung zum Fiskalpakt erhalten diese finanzielle Hilfen des Bundes ……..

  15. Ich wäre Mal gespannt, was der Ombudsmann dazu sagt. Das mit Barclays scheint ja kein Einzelfall zu sein, wenn es bei Dir auch so ist. Ich werde das bei meiner nächsten Überweisung ganz genau beobachten und das dann ggü. Barclays und im Zweifel auch ggü. dem Ombudsmann nicht auf sich beruhen lassen. Da geht es auch ums Prinzip.

  16. Ich denke mal, es wird tatsächlich darauf hinauslaufen, dass Barclay’s antwortet, dass es an der Empfänger-Bank liegen wird. Was sollen sie auch anderes sagen?

    Barclay’s ist tatsächlich nicht gerade die schnellste Bank, wenn es um Überweisungen geht. Die eine oder andere Überweisung zu oder von meinem Barclay’s Konto hat auch schon mal etwas mehr als 1 Tag gebraucht. An die Geschwindigkeit von MoneYou kommen sie jedenfalls bei weitem nicht heran.

    Ich denke aber, dass es ein Schlupfloch in der Regelung gibt, die auch eine Laufzeit von 2 tagen durchaus zulassen ohne dass die Bank in Schwierigkeiten kommt. Im Gesetz heißt es:

    Der Zahlungsdienstleister des Zahlers ist verpflichtet sicherzustellen, dass der Zahlungsbetrag spätestens am Ende des auf den Zugangszeitpunkt des Zahlungsauftrags folgenden Geschäftstags beim Zahlungsdienstleister des Zahlungsempfängers eingeht

    Geht eine Überweisung erst nach dem offiziellen Geschäftsschluss oder sogar erst kurz vor Mitternacht ein, kann die Bank den Auftrag wohl als „erst am nächsten Tag zugegangen“ betrachten. An einigen Stellen hatte ich etwas in der Richtung mal gelesen, aber ein Rechtsanwalt bin ich natürlich nicht.

    Wenn Siggi den Auftrag tatsächlich um 5 Uhr morgens erteilt hat, würde diese Erklärung aber eigentlich auch wegfallen. Ich könnte mir vorstellen, dass beide Banken sich dann gegenseitig den schwarzen Peter zuschieben. Ohne mit einem Anwalt richtig auf die Pauke zu hauen, dürfte es schwer werden, sein Recht durchzusetzen.

    Ich gehöre ja auch zu den Glücklichen, die sich noch auf den allerletzten Drücker die 1,75% über Leitzins gesichert haben. Ich hatte damals das PostIdent Dokument und den Antrag erst weggeschickt, nachdem der Zinssatz schon gesenkt worden war, aber die Online-Antragstellung hatte ich zum Glück schon 2 Tage vorher erledigt. Ich war in den letzten Monaten auch immer recht zuversichtlich, dass der Leitzins nicht unter 1% sinken würde, weil die Inflationsrate sowieso schon so hoch war und die EZB ja immer handlungsunfähiger wird, je weiter sie sich dem absoluten Nullpunkt nähert. Die paar wenigen Instrumente, die sie zur Verfügung hat, hebt die EZB sich normalerweise für die ganz krassen Notfälle auf.

    Aber da ja inzwischen die Inflationsrate wieder unter 2% gesunken ist, Spanien und Zypern ebenfalls gerade Hilfen beantragen, Griechenland trotz Milliardenhilfen immer noch extrem schlecht dasteht und Italien inzwischen auch schon am Wackeln ist, befürchte ich inzwischen doch, dass der Leitzins noch im Juli auf 0,75% oder vielleicht sogar 0,5% sinken könnte. Ich könnte mir vorstellen, dass Barclay’s der Senkung schon entgegenfiebert 😛 Hoffen wir mal das beste…

  17. Da bin ich wirklich mal gespannt, was dabei herauskommt. Hältst Du uns Du uns da auf dem Laufenden? Würde mich sehr freuen. 🙂

    Man sollte aber nicht vergessen, noch eine andere Möglichkeit in Betracht zu ziehen; nämlich dass die Verzögerung durch die Bank des Referenzkontos verursacht wurde. Auch das ist möglich.

  18. Ich habe die Überweisung Montag morgens kurz nach 5 Uhr durchgefürt, da ich keinen Werktag verlieren wollte (brauchte dringend frisches Geld für mein Depot).

    Die Überweisung ist dann erst Mittwoch nachmittag auf meinem Referenzkonto eingegangen, ich habe Barclays um Stellungnahme gebeten. Bisher habe ich nur eine Infomail als Antwort erhalten „Ihre Anfrage wird bearbeitet blabla“. Ich werde abwarten, was da kommt und wie die Begründung ist.

    Wenn nichts kommt oder wirklich nur blabla, werde ich einen Brief an den Ombudsmann des Bundesverband Deutscher Banken schicken, bei der auch Barclays Mitglied hier. Mal schauen was so eine Schiedsstelle dazu sagt…

  19. Habe zeitgleich zu Deinem Artikel einen Blogbeitrag dazu geschrieben: http://www.tagesgeldblog.com/bank-of-scotland-senkt-tagesgeld-auf-2komma25-prozent/
    Danke jedenfalls dennoch für diesen Hinweis, denn ich bin auch nur durch Zufall drüber gestolpert.

    Ich selbst bin auch einer der Glücklichen mit der alten Barclays-Garantie (dennoch leider ich mit allen anderen mit). Rücküberweisungen habe ich von Barclays zuletzt nicht durchgeführt, aber das klingt ja gar nicht gut, was Du da schreibst. Hast Du die Bank damit mal konfrontiert?
    Gibt es bei der Richtlinie mit dem einen Tag vielleicht auch eine Stundenvorgabe? Kann es sein, dass sich die Bank möglicherweise länger als 24 Stunden Zeit lassen kann, wenn die Überweisung beispielsweise um 23.59 Uhr durchgeführt wurde? Weißt Du noch, zu welcher Tageszeit Du das Geld angewiesen hattest?

  20. Also laut Webseite der Bank of Scotland sinken dort die Tagesgeldzinsen ab dem 29.06. von 2,4% auf nur noch 2,25%. Das wird dann wohl wieder eine weitere Abwärtswelle bei den anderen Topanbietern wie MoneYou bewirken.

    In diesem Zeiten kann man sich echt nur dazu beglückwünschen, die alte 3-Jahres Barclays-Tagesgeldgaranie abgeschlossen zu haben und kann die ganze Sache etwas entspannter angehen. Barclays hat sich neulich übrigens 2 Werktage Zeit gelassen, eine Überweisung auf mein Referenzkonto zu tätigen, Geldabgang am Montag, Eingang am Referenzkonto erst am Mittwoch. Gemäß den neuen Richtlinien seit 01.01. dürfen die Überweisungen eigentlich nur noch 1 Tag unterwegs sein, an meiner Hausbank liegts nicht, die sind immer zügig dabei. Barclays versucht wohl mit solchen Tricks unbedingt noch ein paar Euro rauszuholen…

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