Kurz gemeldet: 1822direkt-Aktion endet, BoS verlängert, Gefa-Bank neu

Heute habe ich auf die Schnelle mal wieder ein paare Kurzmeldungen für euch. Das Beste gleich vorweg: Zinssenkungen sind nicht mit von der Partie. 🙂

1822direkt beendet Prämien-Aktion

Los geht es mit der 1822direkt: Diese bietet derzeit für Neukunden einen Aktionszinssatz in Höhe von 2,3 Prozent. Außerdem werden Neukunden mit einer möglichen Prämie in Höhe von 25 Euro geködert (bei Ersteinzahlung von mindestens 5.000 Euro und Verbleib des Geldes auf dem Konto mindestens bis zum 31.07.12).

Diese Prämie ist nur noch bis zu diesem Donnerstag, 31.05.2012, erhältlich und wird nach Angaben der Bank auch nicht verlängert. Falls das Angebot für euch interessant ist, solltet ihr das Konto noch kurzfristig online eröffnen.

Bank of Scotland verlängert Prämien-Aktion

Einen anderen Weg geht die Bank of Scotland (BoS): Sie bietet zwar auch eine Prämie für Neukunden an, die nach bisherigem Stand am Monatsende geendet hätte, hier wurde der Aktionszeitraum aber um einen Monat bis zum 30.06.2012 verlängert. Außerdem fällt die Prämie mit 30 Euro um 5 Euro höher aus als bei der 1822direkt.

Einen Aktionszins für Neukunden gibt es hier nicht, sondern sie werden in dieser Hinsicht genau so behandelt wie Bestandskunden. Was aber nicht zum Nachteil für Neukunden sein soll, denn mit 2,4 Prozent ist der aktuelle Tagesgeldzinssatz bei der Bank of Scotland höher als beispielsweise der Aktionszins bei der 1822direkt. Zur Kontoeröffnung bei den Schotten gelangt ihr hier.

Andere Prämienaktionen des deutschen Tagesgeldmarktes findet ihr übrigens hier.

Gefa-Bank neu auf dem Markt

Außerdem kann ich von einem Neueinsteiger auf dem deutschen Tagesgeldmarkt berichten, auf den ich von euch in den Kommentaren des Blogs hingewiesen wurde: die Gefa-Bank. Sie hat sich auf die Fahnen geschrieben, den deutschen Mittelstand zu unterstützen und umwirbt Tagesgeld-Neukunden derzeit mit einem Aktionszinssatz von 2,5 Prozent. Dies ist im aktuellen Marktumfeld ein sehr guter Wert.

Allerdings gelten diese Konditionen nur für die ersten sechs Monate und es ist eine Mindestanlage von 10.000 Euro erforderlich. Wer weniger anlegt erhält gar keine Zinsen.

Für Bestandskunden liegt der aktuelle Zinssatz bei glatten 2,0 Prozent. Wobei ich mich jedoch frage, ob es aktuell überhaupt Bestandskunden gibt, denn laut Wikipedia bietet die Bank erst seit April dieses Jahres das Tagesgeld für deutsche Privatkunden an. Insofern hat die Angabe des Bestandskunden-Zinssatzes derzeit keine wirkliche Aussagekraft, da er in der Praxis vermutlich noch gar nicht zur Anwendung kommt.

Ich werde die Bank demnächst jedenfalls mal genauer unter die Lupe nehmen und in einem separaten Artikel beleuchten. Denn zumindest die Neukunden-Konditionen wirken auf den ersten Blick durchaus attraktiv. Auch wenn die Bank damit nicht ganz in der Spitzengruppe mitspielen kann, wo derzeit bis zu 2,55 Prozent (sogar für Bestandskunden!) geboten werden.

Update: Inzwischen haben viele andere Anbieter ihre Zinsen gesenkt, die GEFA bietet Neukunden aber weiterhin 2,5 Prozent. Somit steht sie nun an der Spitze der Vergleiche. Zum Aktions-Angebot der GEFA gelangt ihr hier.

2 Gedanken zu „Kurz gemeldet: 1822direkt-Aktion endet, BoS verlängert, Gefa-Bank neu

  1. Danke für den Hinweis. Habe das in den neuesten Kurzmeldungen aufgenommen. 🙂

    Ich sehe das genau so wie Du. Festgeld ist derzeit (wg. Niedrigzinsphase) ohnehin schon nur mäßig interessant. Und wenn sie dann noch niedriger liegen als beim Tagesgeld der Konkurrenz… naja. Mich würde mal interessieren, wie viele Leute dort dennoch (mangels Vergleich) ein Konto eröffnen. Das würde ich nicht unterschätzen. Die Bank of Scotland hat sich (zurecht) ein großes Vertrauen erarbeitet, da sie stets zu den Topanbietern gehörte (und dazu gehört sie ja noch immer – auch mit dem Festgeld). Und man sollte auch die Wirkung der Werbung nicht unterschätzen. Nur leider werden wir diese Zahlen nicht erfahren… 😉

    Festgeld kommt für mich persönlich jedenfalls gerade gar nicht in Frage. Zumal ich das Glück hatte, bei Barclays rechtzeitig zuzuschlagen und dort weiterhin 2,75 Prozent erhalten, während Neukunden nur auf glatt 2,0 Prozent kommen. Man muss auch mal Glück haben. 🙂

    Generell sind die Zeiten gerade günstig, um einen Kredit aufzunehmen und sein Tagesgeld möglicherweise in Wohneigentum zu investieren. Vielleicht kann sich da mal ein Blick auf den Immobilienmarkt lohnen…

  2. Und schon wieder hat die BoS mal eben die Zinsen für das Festgeld gesenkt. Die aktuelle Zinsstaffel lautet:

    1 Jahr – 2,50%
    2 Jahre – 2,50%
    3 Jahre – 2,75%
    4 Jahre – 3,10%
    5 Jahre – 3,30%

    Im Vergleich mit vielen anderen Banken, die ja in letzter Zeit ebenfalls stark auf die Zinsbremse getreten haben, sind die aktuellen Festgeldzinssätze der BoS wohl immer noch konkurrenzfähig. Allerdings würde ich inzwischen von diesem Festgeld die Finger lassen.

    So finde ich den großen Unterschied zum Top-Anbieter beim 1jährigen Festgeld doch ziemlich schwach. Und auch das Angebot des gleichen Zinssatzes für unterschiedliche Laufzeiten macht in meinen Augen wenig Sinn. Für das 2jährige Festgeld würde ich mich nicht entscheiden, da es wie beim 1jährigen Festgeld nur 2,5% gibt. Mit diesem Zinssatz liegt die BoS außerdem noch unter dem Zinssatz für Tagesgeld beim aktuellen Top-Anbieter, und auch der Zinssatz für das 3jährige Festgeld liegt noch unter dem Zinssatz für das einjährige Festgeld beim aktuellen Top-Anbieter.

    Die BoS verzichtet als eine der wenigen Banken komplett auf eine Mindestanlagesumme. Somit können Kunden das Festgeld auch bereits mit geringen Summen nutzen. Aber auch die Mindestanlagesummen der anderen Banken sind nicht besonders hoch, wie z.B. 500€ bei MoneYou, und wer momentan weniger als 500€ anlegen kann, sollte lieber die Finger vom Festgeld lassen, da man eine solche Summe immer mal spontan brauchen kann.

    Ihr seht schon, dass mich die aktuellen Zinssätze der BoS nicht wirklich begeistern können. Die BoS hat in viel zu kurzer Zeit viel zu oft die Zinsen gesenkt. Wenn die Zinsen für mehrjähriges Festgeld nicht mehr mit den Tagesgeldzinsen anderer Anbieter mithalten können, oder wenn für eine 2jährige Anlage die gleichen Zinsen gezahlt werden wie für eine 1jährige Anlage, sieht es für mich schon fast so aus als wolle die BoS gar keine neuen Kundeneinlagen mehr haben.

    Während es sonst immer einen Kampf um die ersten Plätze der Tagesgeldvergleiche gab, wird es inzwischen um MoneYou an der Spitze immer einsamer. Offenbar sind einige Banken unter anderem auch von der EZB so gut mit billigem Geld versorgt, dass sie es nicht mehr nötig haben, auf Kundenfang zu gehen. Ich hoffe, dass die Versorgung mit billigem Geld bald ein Ende hat und es wieder etwas mehr Konkurrenz um die ersten Plätze im Tagesgeldmarkt gibt, damit die ganze Sache wieder etwas spannender wird.

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