Nach der AXA-Versicherung ist nun auch die Allianz mit einem eigenen Tagesgeld-Angebot am Markt vertreten. Und das kann sich – mit gewissen Einschränkungen – durchaus sehen lassen: Für einen Zeitraum von 6 Monaten garantiert gibt es aufs Tagesgeld 2,3%. Allerdings nur auf Einlagen bis maximal 20.000 Euro. Guthaben darüber wird nur mit mageren 1,0% verzinst.

Einen Mindestanlagebetrag gibt es erfreulicherweise nicht. Voraussetzung für die Inanspruchnahme dieser Konditionen ist eine neue Kontoeröffnung bis zum 30.04.2011, die online möglich ist. Aber auch bei der Allianz-Agentur vor Ort ist eine Eröffnung möglich. Dies hat den Vorteil, dass man nicht das Post-Ident-Verfahren durchlaufen muss, weil man sich ja direkt vor Ort identifizieren lassen kann.

Die Zinsgutschrift erfolgt quartalsweise; denkt also daran, rechtzeitig einen Freistellungsauftrag zu erteilen, falls ihr das Angebot wahrnehmt. Nach Ablauf der halbjährigen Zinsgarantie gibt es dann für das komplette Guthaben nur noch den regulären Tagesgeld-Zinssatz. Dieser liegt aktuell bei 1,0%. Da nicht davon auszugehen ist, dass sich dieser Zinssatz signifikant nach oben verändert, sollte man damit rechnen, sich nach Ablauf der sechs Monate also wieder nach einer neuen Heimat für sein Tagesgeld umsehen zu müssen.

Wer darauf keine Lust hat, der ist meines Erachtens besser bei der Bank of Scotland aufgehoben. Diese bietet ohne Einschränkung 2,2% aufs Tagesgeld. Hier gibt es zwar keine Zinsgarantie, aber in der Vergangenheit war der Zinssatz bei den Schotten stets auf diesem sehr hohem Niveau. Zudem wird auch hier das Geld ab dem ersten Euro verzinst und es gibt darüber hinaus keinen maximalen Anlagebetrag, für den die Konditionen gelten. Zum Angebot der Bank of Scotland gelangt ihr hier. Wenn euch die Allianz reizt, werdet ihr hier fündig.

Bei 20.000 Euro macht der Zinsabstand von 0,1 Prozentpunkten innerhalb eines halben Jahres allerdings lediglich 10 Euro aus, die ihr bei der Allianz mehr als bei der Bank of Scotland erhaltet (vorausgesetzt die Zinssätze bleiben unverändert). So richtig lohnenswert scheint es also auch wieder nicht. Zumal es bei der Bank of Scotland für Neukunden aktuell noch für ein paar Tage zusätzlich eine Prämie in Höhe von 30 Euro gibt…