MonatsgeldMit Ergo Direkt stößt nun noch ein weiteres Versicherungsunternehmen auf den Tagesgeldmarkt vor. Genauer gesagt handelt es sich bei dem aktuellen Angebot allerdings nicht um ein Tagesgeld, sondern um ein Monatsgeld. Und dessen Konditionen klingen auf den ersten Blick recht verlockend: Es gibt 2,2 Prozent bei monatlicher Zinsgutschrift (also auch noch einen Zinses-Zins-Effekt). Allerdings offenbart das Angebot bei genauerem Hinsehen einige Tücken. Im Einzelnen sind dies:

  • Der Zinssatz wird nur bis zum 30.06.2011 garantiert. Was mit dem darauffolgenden Qurtal ist, ist unklar.
  • Es ist ein Mindestguthaben von 500 Euro nötig.
  • Ihr könnt über Euer Geld immer erst am Monatsende verfügen (daher „Monatsgeld“)
  • Einzahlungen sind immer nur zum Monatsersten möglich.
  • Um zum nächsten Monatsersten einzahlen zu können, muss das Konto bis zum 20. Tag des Vormonats eröffnet werden, wenn ich das richtig verstehe. Danach kann man also frühestens zum übernächsten Monat einzahlen. Nach derzeitigem Stand wäre das also der 01.05.2011, wodurch sich der Zeitraum der Zinsgarantie nochmals schmälert.

Das sind meines Erachtens die wichtigsten Punkte. Alle Fakten im Überblick findet ihr direkt auf der Homepage von Ergo Direkt. Mir persönlich sind das deutlich zu viele Bedingungen und Einschränkungen, die bei diesem Angebot zu beachten sind. Daher kann ich dafür keine persönliche Empfehlung aussprechen.

Zumal andere Banken auch ohne derartige Bedingungen ähnliche Zinssätze anbieten. So zum Beispiel die Bank of Scotland. Auch hier gibt es 2,2%. Und hier ist der Zinssatz auch nicht auf einen bestimmten Zeitraum beschränkt und man kann jederzeit Geld ein- und auszahlen. Und auch eine Mindestgrenze gibt es bei der Einzahlung nicht. Alles in allem sieht Ergo Direkt mit seinem unnötig verkomplizierten Monatsgeld gegen Angebote wie das der Bank of Scotland ziemlich alt aus, muss ich sagen. Schade.